Anfrage an Minister

"Urin"-Pool: Jetzt legt Babler alles offen

© APA/ROLAND SCHLAGER
Kunst- und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) legt in einer parlamentarischen Anfrage-Beantwortung jetzt alles zum Österreich-Beitrag zur Kunstbiennale offen.
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Der Österreich-Beitrag zur Kunstbiennale von Florentina Holzinger sorgte für ordentlich Wirbel. Die Causa wurde durch eine Anfrage von FPÖ-Mandatar Wendelin Mölzer an Kunst- und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) sogar zum Fall für das Parlament. Jetzt liegt die Beantwortung vor.

Wie Babler in der Beantwortung festhält, koordiniert der Bund die Ausschreibung sowie die Grundfinanzierung des österreichischen Beitrags zur Architekturbiennale und Kunstbiennale in Venedig.

Ausschreibung und Entscheidung noch unter Kogler

Übrigens: Die Ausschreibung fand noch unter Bablers Vorgänger Werner Kogler (Grüne) statt. Auch die Bekanntgabe, dass der Österreich-Pavillon bei der 61. Kunstbiennale von Performance-Künstlerin Holzinger gestaltet wird, fand noch unter Kogler statt.

Ex-Kulturminister Werner Kogler (Grüne). © APA/TOBIAS STEINMAURER

Für den Biennale-Beitrag steht jedenfalls ein Gesamtbudget von maximal 600.000 Euro zur Verfügung. Der Betrag beinhaltet unter anderem auch das Honorar der Kuratorin bzw. des Kurators in Höhe von 30.000 Euro sowie das vom Bund beauftragte Organisationsbüro in Höhe von 129.000 Euro.

Öffentliche Ausschreibung seit 2021

Die Gesamtkosten des Projekts "machen jedoch mitunter das Zwei- bis Dreifache des vom Bund zur Verfügung gestellten Betrags aus", heißt es in der Anfragebeantwortung. Dies müsse durch zusätzliche Mittel - etwa Sponsoren, Stiftungen oder private Unterstützer - abgedeckt werden.

Der Österreich-Beitrag wird übrigens seit 2021 öffentlich ausgeschrieben. Die eingereichten Projekte durchlaufen ein dreistufiges Auswahlverfahren und werden einer Fachjury aus nationalen und internationalen Fachexpertinnen und -experten vorgelegt. Insgesamt sind 54 Einreichungen eingelangt, die dann von der Jury diskutiert wurden.

"Gereinigtes und gefiltertes Wasser"

Festgehalten wird auch, "dass Darstellungen, wonach Perfomer:innen in Urin schwimmen würden, nicht den Tatsachen entsprechen". Denn: "Tatsächlich wird auf gereinigtes und gefiltertes Wasser zurückgegriffen, wie es auch in anderen Kontexten der Ressourcenschonung bereits eingesetzt wird".

Bis zu 2.800 Besucher am Tag

Der Andrang auf den Österreich-Pavillon dürfte jedenfalls groß sein. "Aktuell sind es bis zu 2.800 Besucher:innen am Tag mit einer Wartezeit von bis zu drei Stunden", heißt es in der Beantwortung. Auch die "international äußerst positive Resonanz, auch in renomierten Medien wie New York Times, Guardian oder Monopol", wird von Babler hervorgehoben.