Angst vor Flut

Urlauber-Schock: Höchste Unwetter-Warnstufe im Mittelmeerraum

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Die Behörden warnen in Europas Urlaubs-Paradies erneut vor heftigen Unwettern, für manche Gebiete wurde sogar die Warnstufe Rot" ausgegeben.
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Viele Menschen nutzen den Oktober um im Süden noch einmal Sonne zu tanken, während es zu Hause zunehmend kälter und trüber wird. Doch derzeit herrscht im Mittelmeer erneut eine erhöhte Unwettergefahr. Die griechischen Behörden haben für weite Teile des Landes die höchste Alarmstufe ausgerufen. Vor allem beliebte Ferieninseln und Küstenregionen müssen sich am Dienstagabend und Mittwoch auf heftigen Regen, Hagelschlag und orkanartige Böen einstellen. Erst vor wenigen Tagen sorgten Unwetter in Griechenland für Überflutungen und sogar ein Todesopfer.

Angesichts drohender Überschwemmungen und massiver Sturmböen befindet sich der staatliche Katastrophenschutz in erhöhter Alarmbereitschaft. Gegen 15:45 Uhr erhielten Einwohner sowie Urlauber auf der Insel Euböa, auf Skyros sowie auf den Sporaden offizielle Warn-SMS direkt auf ihre Mobiltelefone. Die Behörden forderten die Menschen mit Nachdruck dazu auf, sämtliche nicht zwingend notwendigen Erledigungen im Freien abzusagen und in geschützten Gebäuden zu bleiben.

Die Unwetterfront trifft das Land mit voller Wucht und wird den aktuellen meteorologischen Vorhersagen zufolge mindestens bis einschließlich Mittwoch anhalten. Neben extremen Niederschlagsmengen, die innerhalb kürzester Zeit ganze Straßenzüge unter Wasser setzen können, drohen örtlich schwerer Hagel und heftige Gewitterfronten.

Höchste Warnstufe für Athen, Kreta und die Inseln

Das griechische Generalsekretariat für Zivilschutz reagierte mit der Verhängung des sogenannten "Red Code". Diese höchste Alarmstufe betrifft zahlreiche zentrale Regionen des Landes:

  • Attika: Einschließlich des Großraums der Hauptstadt Athen
  • Inseln der Sporaden: Unter anderem Skiathos und Skyros
  • Insel Euböa: Großflächige Gefährdung durch Wasser- und Schlammmassen
  • Kreta und Südliche Ägäis: Meeresregionen mit massiver Wellengefahr
  • Samos und Ikaria: Starkwind- und Starkregenrisiko in der Ostägäis
  • Peloponnes: Weite Teile der Halbinsel im Unwetter-Fokus

Um Risiken für Kinder und Jugendliche zu minimieren, ziehen die Verantwortlichen vor Ort bereits konkrete Konsequenzen: In Teilen von Euböa sowie auf der Insel Skiathos wurde an den Schulen für den Mittwoch bereits vorsorglich auf Fernunterricht umgestellt, damit Schulwege bei widrigen Bedingungen komplett entfallen.

Sturm der Stufe 10 und meterhohe Wellen

Besondere Gefahr geht von den vorhergesagten Windstärken aus, die vor allem die Küstenabschnitte und Meeresgebiete treffen. Meteorologen warnen vor Windstärken zwischen acht und zehn auf der Beaufort-Skala. Die Stufe 10 entspricht einem schweren Sturm, bei dem mit erheblichen Schäden an der Infrastruktur, entwurzelten Bäumen und Ausfällen im Schiffsverkehr gerechnet werden muss. Durch die orkanartigen Winde türmen sich an den Küsten sehr hohe Wellen auf, die Häfen und Uferpromenaden überfluten können.

Der Zivilschutz hat einen umfassenden Katalog an Sicherheitsmaßnahmen herausgegeben, um Verletzungen und materielle Schäden möglichst gering zu halten. Die Einsatzkräfte im ganzen Land sind mobilisiert, um bei lokalen Notständen unmittelbar eingreifen zu können.