Die auffällig gefärbten Meeresbewohner können bis zu 40 Zentimeter groß werden – und sorgen bei vielen Badegästen für neugierige Blicke. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Qualle besitzt einen flachen Schirm mit einer gewölbten Mitte, die durch ihre gelbliche Farbe stark an den Dotter eines Spiegeleis erinnert.
Keine Gefahr für Schwimmer
Viele Menschen bekommen beim Anblick einer Qualle im Wasser zunächst einen Schreck. Bei der Spiegeleiqualle besteht jedoch kein Grund zur Panik: Für den Menschen ist sie ungefährlich.
Ihr Nesselgift kann die menschliche Hautbarriere nicht durchdringen. Schwimmer müssen sich daher keine Sorgen machen, wenn sie einer solchen Qualle begegnen.
Trotzdem sollten die Tiere nicht angefasst oder eingefangen werden. Experten raten davon ab, die Quallen mit Keschern oder Kübeln aus dem Wasser zu holen – schließlich gehören sie in ihr natürliches Umfeld.
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Kleine Fische nutzen die Qualle als Schutz
Besonders faszinierend ist das Verhalten der Tiere: Häufig werden Spiegelei-Quallen von kleinen Fischen begleitet. Die Jungfische nutzen die Nesselfäden der Qualle als Schutz vor größeren Feinden.
Die Qualle selbst ernährt sich von kleinen Meerestieren, die sie mit ihren Tentakeln einfängt, sowie von Algen. Im Mittelmeer bewegt sie sich meist knapp unter der Wasseroberfläche und kann deshalb besonders gut von Booten oder Stand-up-Paddel-Boards beobachtet werden.
Viele Quallen können ein Warnsignal sein
So schön der Anblick auch ist: Ein massenhaftes Auftreten der Spiegelei-Quallen kann auch auf Veränderungen im Meer hindeuten.
Vor allem in den heißen Sommermonaten mit besonders hohen Wassertemperaturen kommt es häufiger zu sogenannten Quallenblüten – ähnlich wie bei Algenblüten. Eine starke Vermehrung kann laut Experten Auswirkungen auf das empfindliche Ökosystem im Mittelmeer haben und unter anderem Fischbestände belasten.
Die Spiegeleiqualle kann sich aktiv durch das Wasser bewegen, wenn auch eher langsam. Sie ist nicht ausschließlich von Meeresströmungen abhängig und lebt durchschnittlich etwa ein halbes Jahr. Neben dem Mittelmeer wurde sie vereinzelt auch im Atlantik und im Roten Meer gesichtet.
Für Urlauber in Kroatien gilt daher: Der ungewöhnliche Gast im Meer ist vor allem eines – ein faszinierendes Naturschauspiel.