Hormuz. Das US-Militär hat in der Straße von Hormuz einen Tanker angegriffen. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte in der Nacht auf Sonntag zunächst berichtet, dass das Schiff nach Angaben des Kapitäns von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden war. Es sei ein Feuer ausgebrochen, die Besatzung sei den Angaben nach aber in Sicherheit. Das Ausmaß der Schäden sei noch unklar, hieß es weiter.
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Laut US-Militär habe das Schiff versucht, eine Seeblockade gegen den Iran zu durchbrechen. Ein US-Kampfjet habe das Heck des unter der Flagge Panamas fahrenden Schiffes mit Präzisionsmunition getroffen und den Antrieb lahmgelegt, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit.
Regelmäßig Schiffe in Straße von Hormuz unter Beschuss
Der Iran blockiert seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr in der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormuz. In der an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breiten Meerenge kam es zuletzt wieder regelmäßig zu Beschuss. Irans Revolutionsgarden hatten erst am Freitag erklärt, einen Flüssiggastanker auf einer Route nahe der omanischen Küste attackiert zu haben.
In den vergangenen Monaten hatte die US-Marine dort zur Sicherheit zivile Handelsschiffe begleitet. Denn der Iran betrachtet diese Route als "illegal" und fordert die Passage entlang seiner eigenen Küste. Auch das US-Militär hat wiederholt iranische Schiffe in der Meerenge attackiert. Sie ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington geworden.