US-Senator
Trump-Vertrauter Lindsey Graham ist tot
Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham ist tot. Sein Büro bestätigte am frühen Sonntag, dass der 71-Jährige am Samstagabend "an einer kurzen und plötzlichen Krankheit" verstorben ist. Graham strebte eigentlich im November eine fünfte Amtszeit von sechs Jahren im Senat an.
Einsatzkräfte am Capitol Hill
"NBC News" berichtet unter Berufung auf einen Polizei-Funkverkehr, dass die Einsatzkräfte am Samstagabend wegen eines "Herzstillstands" zum Haus des Politikers auf dem Capitol Hill ausrückten. Aufnahmen zeigten, wie Sanitäter eine Person auf einer Trage zu einem Rettungswagen brachten. Auch Polizei- und Feuerwehrautos waren vor Ort.
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Privatsphäre für die Familie
In einer offiziellen Erklärung hieß es: "Die Familie von Senator Graham schätzt die Gebete zu diesem Zeitpunkt und bittet um Privatsphäre während dieser unglaublich schwierigen Zeit." Grahams Tod überschattet die Republikaner zusätzlich: Erst vergangenen Monat rückten Rettungskräfte beim Fraktionskollegen Mitch McConnell ebenfalls wegen eines "Herzstillstands" aus; er befindet sich noch immer auf dem Weg der Besserung im Krankenhaus.
Graham vertrat in der Außenpolitik eine harte Linie gegenüber Russland und dem Iran. Laut US-Medienberichten war er gerade von einer Reise aus der Ukraine zurückgekehrt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte dem Republikaner am Freitag auf X für seinen zehnten Besuch in dem von Russland angegriffenen Land gedankt und Aufnahmen von dem Treffen verbreitet. Noch am Samstag hatte sich Graham gemeinsam mit einem republikanischen und zwei demokratischen Kollegen auf verschärfte Sanktionen gegen Russland geeinigt.
Trump: Graham war einer der großartigsten Menschen
US-Präsident Donald Trump würdigte seinen überraschend verstorbenen Parteifreund und brachte seine Trauer über die Todesnachricht zum Ausdruck. "Senator Lindsey Graham, einer der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe, ist gestorben!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, kurz nachdem sich die Nachricht in der US-Nacht verbreitet hatte. "Er war immer am Arbeiten und war ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!!" Trump stellte weitere Details in Aussicht - möglicherweise mit Blick auf Trauerfeierlichkeiten. Er fügte hinzu: "So traurig!"
Graham wollte mit Trumps Unterstützung bei den Zwischenwahlen im November das fünfte Mal für den Senat kandidieren. Heute war bei NBC News eigentlich ein Interview mit ihm geplant, wie der Sender berichtete.