Die Wasserstoffpilotanlage H2Future in Linz wurde um eine Verdichtungs- und Reinigungsanlage sowie fünf Wasserstofftanks ergänzt.
“Eine protonendurchlässige Polymer-Membran spaltet Wasser mithilfe von elektrischem Strom in Wasserstoff und Sauerstoff.”
Funktionsweise der Wasserstoff-Produktion
Damit kann der mittels Elektrolyse hergestellte Wasserstoff nun für industrielle Anwendungen aufbereitet, zwischengespeichert und schließlich transportiert werden, so voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner und Verbund-CEO Michael Strugl am Freitag.
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Die seit 2019 laufende Anlage ist laut Unternehmensangaben eine der weltweit am längsten betriebenen Protonen-Austausch-Membran-Elektrolyseanlagen (PEM).
1.200 Kubikmeter grüner Wasserstoff pro Stunde
Pro Stunde können rund 1.200 Kubikmeter grüner Wasserstoff erzeugt werden. Vier der insgesamt fünf neuen Wasserstoffspeichertanks gleichen Schwankungen zwischen Erzeugung und Verbrauch aus, über den fünften wird ab Ende 2027 die Demonstrationsanlage HY4Smelt über eine rund 1 Kilometer lange Rohrleitung mit Wasserstoff versorgt.
Es sei aber auch möglich, den auf 500 bar verdichteten Wasserstoff in Trailern zu einem externen Anwender zu transportieren.
Produktion kostet noch 7 bis 9 Euro pro Kilo
Derzeit bewegt man sich noch im Forschungs- und Versuchsstadium. Mit dem produzierten Wasserstoff könnte man momentan "2 Tonnen Stahl pro Stunde erzeugen", rechnete Eibensteiner vor.
- Mitte 2027 will die voestalpine je einen grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz in Betrieb nehmen.
- Bis 2029 will man so bis zu 30 Prozent der CO2-Emissionen einsparen und bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen erreichen.
- Hier spielt Wasserstoff eine wesentliche Rolle.
Die Wasserstoff-Produktion ist allerdings noch teurer als erhofft: Vom kolportierten Businesscase von 2 bis 3 Euro pro Kilo Wasserstoff sei man noch weit entfernt, so Eibensteiner, man liege bei etwa 7 bis 9 Euro. Die für die Dekarbonisierung der Stahlproduktion nötige Menge Wasserstoff in Europa zu erzeugen, werde schwierig werden, befürchtet er.
Daher müsse man über Import nachdenken, ergänzte Strugl. Derzeit gebe es vor allem geförderte Projekte - H2Future wird mit 4,5 Mio. Euro gefördert, den Rest teilen sich voestalpine und Verbund -, alles andere sei derzeit wirtschaftlich noch nicht darstellbar.