Umfrage

Verfrühtes Aus der Koalition für die Mehrheit fix

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Nur noch 23 Prozent der Deutschen rechnen damit, dass die schwarz-rote Koalition aus Union und SPD bis zur nächsten Bundestagswahl Anfang 2029 durchhält. Das ergab eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur unter 2202 Wahlberechtigten.
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Besonders brisant: Selbst im eigenen Lager überwiegt die Skepsis. 53 Prozent der Unionsanhänger rechnen mit einem vorzeitigen Ende, nur 32 Prozent mit einem Durchhalten bis 2029. Bei den SPD-Wählern liegt das Verhältnis bei 46 zu 34 Prozent.

Die Zahlen bestätigen einen anhaltenden Vertrauensverlust. Eine Forsa-Erhebung für das RTL/ntv-Trendbarometer Mitte Oktober kam auf 40 Prozent, die an den Fortbestand bis 2029 glauben, und 56 Prozent, die mit einem vorzeitigen Bruch rechnen – leicht schlechter als im Mai.⁠N-tv Im Mai 2026 hatte YouGov nur 25 Prozent gesehen, die der Koalition die volle Legislatur zutrauten, bei 55 Prozent, die ein vorzeitiges Ende erwarteten.

Merz im Umfragetief

Die Union und die SPD stecken nach den Landtagswahlen im September weiter in einer massiven Krise. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern feierte die AfD deutliche Siege (43,8 bzw. 38,2 Prozent), während die Union in MV erstmals unter die Fünf-Prozent-Hürde fiel. Differenzen beim Reformpaket und im Umgang mit Linken und AfD belasten das Bündnis.

Aktuelle Sonntagsfragen sehen die AfD bei 27 bis 28 Prozent, die Union bei 18 bis 20 und die SPD bei 13 bis 14 Prozent – weit entfernt von einer eigenen Mehrheit. Parallel liegt die Zufriedenheit mit Kanzler Friedrich Merz und der Regierung im ARD-Deutschlandtrend bei nur noch 10 Prozent – einem historischen Tief.