Lieferengpass
Verhütungspanne: Tapir-Nachwuchs im Zoo Schmiding
Eine Verhütungspanne hat dem Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels unerwarteten Nachwuchs bei den Tapiren beschert. Der kleine Yaku wird von seiner Mama Lucy liebevoll umsorgt und ist bereits für Besucher zu sehen. Yaku bedeutet in der indigenen Sprache Quechua "Wasser" - denn Tapire, die in den südamerikanischen Regenwäldern leben, halten sich gerne an Gewässern auf. Hintergrund der nicht plangemäß verlaufenen Familienplanung war ein Lieferengpass bei Verhütungsmitteln.
Auch interessant
Lieferengpass bei Medikament
Die Geburten von Flachlandtapiren werden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gezielt koordiniert. Da die Population in europäischen Zoos bereits gut etabliert sei, sei für Lucy und Tapirmännchen Poroto derzeit eigentlich kein weiterer Nachwuchs vorgesehen gewesen, erklärt man in Schmiding. Poroto erhielt deshalb eine hormonelle Verhütung. Ende 2025 musste die Gabe allerdings kurzzeitig unterbrochen werden, da es Lieferengpässe bei dem benötigten Medikament gab. Das Ergebnis: der süße Yaku. "Mit der zuständigen EEP-Koordinatorin wurde die Situation bereits besprochen. Obwohl die Geburt ungeplant war, zeichnet sich dennoch bereits eine geeignete Unterbringung in einem anderen Zoo ab, sobald er erwachsen ist", erklärte Zoologe Stefan Hirtenlehner.