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"Versoffen", "Dumpfbacke": So heftig schimpfte SPÖ-Grande über Babler

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oe24 liegen neue Auszüge des Ruck-Tonbands vor. SPÖ-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy ging mit SPÖ-Chef Andreas Babler demnach noch schärfer ins Gericht, als bisher bekannt war.
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Ein "Bürgermeister, der nichts kann". Mit diesem Sager ging SPÖ-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy vergangene Woche durch die Medien. Gemeint war damit sein eigener Parteichef: Andreas Babler.

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oe24 liegen nun Auszüge des Tonbands vor, mit dem die Causa Ruck losgetreten wurde, vor. Brisant: Ein "Bürgermeister, der nichts kann" ist nur der halbe Sager des Wiener SPÖ-Granden. In Wahrheit ging Nevrivy noch viel schärfer mit Babler ins Gericht.

SPÖ-Bezirksvorsteher Nevrivy entschuldigte sich für Sager. © APA/GEORG HOCHMUTH

"Versoffen", "Dumpfbacke"

So heißt es wörtlich: "Der ist ein versoffener Bürgermeister, der nichts kann". Der SPÖ-Bezirksvorsteher der Donaustadt führt aus, dass er bereits seit den 70ern bei der Partei sei. Aber: "Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich das Gefühl habe, dass ein Vorsitzender nicht so gescheit ist wie ich. Das ist deprimierend", so Nevrivy.

Was bisher nicht bekannt war, ist der Nachsatz, mit dem Nevrivy seinen Standpunkt noch untermauerte: "Der Babler ist ja in Wahrheit eine Dumpfbacke".

Nevrivy entschuldigte sich

Bereits vergangene Woche entschuldigte sich der Bezirksvorsteher für seine Sager. Er sei mit Aussagen aus einem widerrechtlich aufgezeichneten Treffen konfrontiert. "Unabhängig davon, dass ich mich nicht mehr an den genauen Wortlaut der Gespräche, die wir im privaten Rahmen geführt haben, erinnern kann, will ich deutlich zum Ausdruck bringen, dass ich diese unangemessenen Aussagen zutiefst bedaure. Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen, die ich durch meine Worte verletzt oder enttäuscht habe. Ich entschuldige mich, dass ich mich bei diesem Treffen dazu habe hinreißen lassen, derartige Aussagen zu  tätigen", so der SPÖ-Politiker.

Abrechnung bei Pensionen und Mietpreisbremse

Aber auch an Bablers Politik lässt der rote Bezirksvorsteher kein gutes Haar, etwa bei den Pensionen: „Erstens sparst du nicht viel ein und dann schaffen wir es, eine Aussendung zu machen, dass die Luxus- und Sonderpensionen eh ihren Beitrag dazu leisten. Das heißt: 2.500 Euro brutto. Das heißt, jeder Österreicher, der sein Leben lang gearbeitet hat, hat auf einmal eine Luxuspension laut Babler."

Bekanntlich erhöhte die Regierung die Pensionen nur bis 2.500 Euro brutto um die volle Inflation, alles darüber erhielt einen Fixbetrag.

Und auch die Mietpreisbremse ist Nevrivy ein Dorn im Auge. "Es gibt keinen einzigen Österreicher, der irgendwo in Österreich jemals weniger Miete gezahlt hätte." Dennoch würde sich seine Partei mit der Mietpreisbremse brüsten.

"Dilettantenpartie"

"Du hast hier eine Dilettantenpartie", schimpfte Nevrivy. Babler würde er jedenfalls "nicht als Geschäftsführer" nehmen.

Das geheim aufgezeichnete Gespräch, bei dem unter anderem Nevrivy und der frühere Wirtschaftskammer-Wien-Präsident Walter Ruck dabei waren, sorgt seit Wochen für Wirbel. Ruck trat im Zuge der Causa zurück. oe24 berichtete.