Wien. Der Kriminalfall um eine Bluttat in Wien-Penzing ist gelöst. Das Landeskriminalamt Wien (Ermittlungsbereich Leib/Leben, Gruppe Lehner) hat nach intensiven Ermittlungen vier Tatverdächtige ausgeforscht und festgenommen. Wie oe24 berichtete, war der 35-Jährige am vergangenen Montag mit schweren Schussverletzungen im Unterleib in einer Wohnung im 14. Bezirk entdeckt worden.
Vier Verdächtige gefasst
Das Opfer hatte bei einer ersten Befragung angegeben, von vier unbekannten Personen in der Wohnung beraubt worden zu sein. Als die Täter mit einem höheren Geldbetrag die Flucht ergriffen, nahmen er und eine weitere anwesende Person die Verfolgung auf. Auf der Straße kam es daraufhin zu einer körperlichen Auseinandersetzung und der folgenschweren Schussabgabe.
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Hausdurchsuchungen in fünf Bezirken
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien führte das Landeskriminalamt umfangreiche Hausdurchsuchungen in den Bezirken Margareten, Favoriten, Meidling, Ottakring und Hernals durch. Durch intensive Fahndungsmaßnahmen gelang es den Ermittlern schließlich, die Aufenthaltsorte der vier Männer zu ermitteln und zuzugreifen.
Drogenhandel im Hintergrund
Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 27-jährigen Syrer, einen 33-jährigen Staatenlosen sowie zwei Russen im Alter von 39 und 46 Jahren. Das Quartett ist Polizei-Angaben zufolge im Suchtmittelhandel aktiv. Bei den Einvernahmen zeigten sich die Verdächtigen großteils geständig. Auch das Opfer wurde nach seiner Entlassung aus dem Spital festgenommen – gegen den 35-Jährigen besteht ebenfalls der Verdacht des Suchtmittelhandels. Alle Beteiligten werden nun in eine Justizanstalt überstellt. Es gilt die Unschuldsvermutung.