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Viren-Gefahr: Vorsicht bei Tiefkühl-Obst

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Tiefgekühlte Beerenmischungen können Hepatitis-A-Viren und Noroviren enthalten, da Frost die Erreger nicht tötet. Ein einfacher Hitze-Trick in der Küche sorgt jedoch für ein sicheres Frühstück.
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Tiefgekühlte Beeren zum Joghurt gehören für viele Menschen zum täglichen Start in den Tag. Doch in tiefgekühlten Beerenmischungen können Hepatitis-A-Erreger und Noroviren überleben. Die Kälte im Gefrierfach schadet den Viren nicht, was in sozialen Medien regelmäßig Thema ist. Es gibt jedoch eine Methode, um die Früchte ohne Risiko zu essen.

Gezielte Hitzebehandlung bringt Sicherheit

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt ein gleichmäßiges Erhitzen auf eine Kerntemperatur von über 90 Grad, um mögliche Viren sicher zu inaktivieren. Diese Maßnahme gilt ausschließlich für unbelastete Ware. Sobald für eine Marke oder Charge ein behördlicher Rückruf vorliegt – wie zuletzt bei Bio-Beerenmischungen von Lidl, Aldi, Netto und Rewe –, gehört das Produkt direkt zurück in die Filiale. Bei offiziell kontaminierten Chargen schützt auch Aufkochen nicht vor gesundheitlichen Schäden.

Praktischer Tipp für den Alltag

Nach dem Aufkochen lässt sich das abgekühlte Beerenpüree in Eiswürfelformen füllen und erneut einfrieren. Mit diesen Fruchtwürfeln gelingt der Morgen-Drink laut Verbraucherzentrale Bremen ohne Infektionsrisiko, während Vitamine erhalten bleiben. Die Viren werden nach dem einmaligen Erhitzen im Gefrierfach nicht wieder aktiv. Portionierte Beeren kühlen so das Getränk und schützen zugleich die Gesundheit.

Vielfältige Ideen für die Küche

Durch das Aufkochen verändert sich die feste Struktur der Früchte, was neue Möglichkeiten für Rezepte eröffnet. Erwärmte Beeren passen gut zu warmer Milch oder Haferdrink im Müsli. Auch als Topping für Porridge oder Milchreis eignet sich das einkochte Kompott. Beim Backen im Ofen, etwa bei einem Berry Crumble, übernimmt die Hitze die Entkeimung direkt.

Ursachen für die Keimbelastung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt regelmäßig vor mikrobiologischen Gefahren bei gefrorenen Beerenmischungen. Die Erreger gelangen meist schon auf den Feldern in den Erzeugerländern auf die Fruchtschale, etwa durch verunreinigtes Bewässerungswasser oder Mängel bei der Erntehygiene. Ein kaltes oder warmes Abspülen genügt nicht. Nur sprudelndes Kochen bietet verlässlichen Schutz vor Hepatitis A und Noroviren.

Sichere Alternativen beim Beerenkauf

Eine Alternative bietet der Kauf von frischer Marktware oder regionalem Obst der Saison. Frische Erdbeeren oder Heidelbeeren haben ein deutlich geringeres Risiko für virale Kontaminationen. Gründliches Waschen unter fließendem Wasser reicht hier für den Rohverzehr im Normalfall aus. Auch gefriergetrocknete Beeren gelten aufgrund ihrer industriellen Verarbeitung als keimarm.