Zu wenige Kinder
Volksschule St. Nikola droht erneut die Schließung
Perg. Die Zukunft der Volksschule St. Nikola an der Donau im Bezirk Perg ist erneut ungewiss. Nachdem im Juni noch ein Mangel an Lehrkräften die mögliche Schließung in den Raum gestellt hatte, gibt es inzwischen zwar genügend Pädagogen, dafür aber zu wenige Kinder. Ab Oktober soll die Schule deshalb nur noch einklassig geführt werden.
Ein Grund für die gesunkene Schülerzahl ist, dass mehrere Kinder aus Asylquartieren die Gemeinde verlassen haben. Die Eltern wurden bereits schriftlich über die bevorstehende Änderung informiert. Für eine Führung mit zwei Klassen wären laut Bildungsdirektion Oberösterreich mindestens 26 Schüler erforderlich. Diese Grenze wird nicht mehr erreicht. In Zukunft müssten daher zwei Pädagoginnen die Kinder aller vier Schulstufen gemeinsam in einer Klasse unterrichten.
Lehrer wollen Schule verlassen
Die personelle Situation könnte sich dadurch erneut verschärfen. Ein erfahrener Lehrer verlässt die Volksschule bereits Ende September. Zwei weitere Lehrerinnen haben angekündigt, sich danach um eine Versetzung zu bemühen. Sie sehen unter den neuen Bedingungen keine Möglichkeit, die bisherige Unterrichtsqualität aufrechtzuerhalten.
Damit steht der kleine Schulstandort nur wenige Monate nach den ersten Schließungssorgen erneut vor einer ungewissen Zukunft.
Gemeinde entscheidet über Schulstandort
Für die Erhaltung der Volksschule ist die Gemeinde zuständig. Laut Bildungsdirektion liegt die Entscheidung darüber, ob die Schule mit nur einer Klasse weitergeführt wird, beim Bürgermeister.
In einem Medienbericht ließ Bürgermeister Engelbert Freudenschuß (ÖVP) erkennen, dass er für den Schulstandort kaum noch eine Zukunft sieht. Eine endgültige Schließung könnte demnach bereits in den kommenden Monaten beschlossen werden. Sollte es dazu kommen, müssten die betroffenen Kinder künftig voraussichtlich Schulen in Grein oder Waldhausen besuchen.