Man würde denken, dass Spieler, die gegen den Weltmeister Argentinien treffen, bekannte Top-Fußballer sein müssten, so aber nicht bei Cabral mit seinem Team aus Kap Verde, ein Land mit knapp 600.000 Einwohnern. Dennoch: Sein Aufstieg war steil und seine Leistung mehr als beachtlich. Ein kleines Portrait.
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Jugend in den Niederlanden
Der linke Verteidiger wurde ursprünglich in Rotterdam, in den Niederlanden geboren. Über die Nachwuchsabteilung von Feyenoord kam er 2018 zu Twente Enschede. Nachdem er in der Corona-Zeit von Sommer 2020 bis März 2021 vereinslos war, schloss er sich der U21-Mannschaft des schwedischen Erstligisten Helsingborgs IF an.
Aufstieg in die deutsche Regionalliga
Im Frühjahr 2022 wechselte Lopes Cabral nach Deutschland und schloss sich dem Oberligisten Rot-Weiß Erfurt an. Das erste Spiel im Herren-Bereich absolvierte er am 26. Februar 2022 beim Heimspiel gegen den VfB Krieschow, das die Erfurter mit 5:0 gewannen. Mit den Blumenstädtern gelang Cabral am Ende der Saison 2021/22 als Staffelmeister der Aufstieg in die Regionalliga Nordost.
Debüt als Profispieler
Im Januar 2024 ging Lopes Cabral in die 3. Liga zu Viktoria Köln und debütierte am 23. Januar 2024 als Profispieler bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen Rot-Weiss Essen. Im Mai 2025 gewann Cabral mit der Viktoria den Mittelrheinpokal 2024/25, wobei er im Finale gegen Alemannia Aachen (3:2) das zwischenzeitliche 2:2 erzielte. Nach der Saison 2024/25 wurde er vom Kicker in die Elf der Saison berufen.
Einsätze in der Championsleague
Im Sommer 2025 verließ er den Verein und wechselte zum portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora. Nach der Hinrunde schloss er sich dem portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon an, wofür dieser 6 Millionen Euro Ablöse an Estrela Amadora zahlte. Nach acht Ligaspielen und zwei Einsätzen in der UEFA Champions League wechselte Cabral im Sommer 2026 erneut und schloss sich für 7 Millionen Euro (zzgl. Boni insgesamt 10 Millionen Euro) dem türkischen Erstligisten Trabzonspor an.
Eine legendäre WM
2019 im Alter von 16 Jahren machte er sein Debüt für die U19 Nationalmannschaft von Kap Verde in einem Testspiel gegen Portugal. Mit 21 im Jahre 2023 durfte er schließlich bei den Herren mitspielen. Der Rest ist Geschichte: Unter der Flagge seines Landes absolvierte er eine legendäre WM in Amerika und machte sich spätestens mit dem Ausgleichstreffer gegen die fast unbesiegbaren Argentinier zum Nationalhelden.
Fun Fact: Sein älterer Bruder Rodny Cabral ist ebenso Profifußballer und stand vor ihm im linken Mittelfeld in der Startelf gegen Messi und co.