Schimmel-Risiko

Wäsche trocknet im Herbst ewig? Dieser Trick hilft sofort

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Kaum sinken die Temperaturen, steht der Wäscheständer plötzlich gefühlt zwei Tage im Wohnzimmer. Einfach warten ist allerdings keine gute Idee: Beim Trocknen gelangt viel Feuchtigkeit in die Raumluft. Mit ein paar kleinen Änderungen wird die Wäsche schneller trocken – und die Wohnung bleibt trotzdem angenehm.
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Im Sommer erledigen Sonne, Wärme und offene Fenster einen Großteil der Arbeit. Im Herbst sieht die Sache anders aus: Die Wohnung wird kühler, draußen ist es feuchter und der Wäscheständer wandert wieder nach drinnen.

Das Problem: Das Wasser aus der Kleidung verschwindet natürlich nicht einfach. Es gelangt während des Trocknens in die Raumluft. Steigt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu stark an, kann sich Feuchtigkeit an kalten Wänden und Fenstern niederschlagen – und damit steigt auch das Risiko für Schimmel. Als guter Richtwert gelten in Wohnräumen ungefähr 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit.

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So geht es schneller:

1. Vor dem Aufhängen noch einmal schleudern

Der effektivste Trick beginnt bereits in der Waschmaschine. Je weniger Wasser in den Textilien steckt, desto weniger muss später verdunsten.

Für robuste Textilien sind – sofern das Pflegeetikett es erlaubt – höhere Schleuderzahlen sinnvoll. Rund 1.400 Umdrehungen pro Minute gelten als guter Richtwert; empfindliche Kleidung muss natürlich entsprechend schonender behandelt werden.

Wer eine Ladung mit besonders schweren Handtüchern oder Jeans hat, kann gegebenenfalls nach dem eigentlichen Programm noch einmal schleudern.

2. Nicht möglichst viel auf einen Wäscheständer quetschen

Mehr Wäsche auf weniger Platz klingt effizient – beim Trocknen bewirkt es allerdings oft das Gegenteil.

Die einzelnen Stücke sollten möglichst locker hängen und sich nicht permanent berühren. So kann die Luft besser zwischen Shirts, Hosen und Handtüchern zirkulieren. Auch die Umweltberatung empfiehlt ausreichend Abstand zwischen den Wäschestücken.

Bei Hemden, Blusen und Kleidern lohnt sich außerdem der Kleiderbügel: Sie hängen luftiger und sind danach oft weniger zerknittert.

3. Handtücher und Jeans kräftig ausschütteln

Bevor die Wäsche auf die Leine kommt, jedes Teil einmal kräftig ausschlagen. Das trennt zusammenklebende Stoffschichten und lockert insbesondere schwere Textilien.

Bei Handtüchern und Jeans hat das einen zusätzlichen Vorteil: Die Fasern richten sich auf und die Wäsche fühlt sich nach dem Trocknen weniger steif an.

4. Der richtige Raum macht den Unterschied

Der Wäscheständer gehört im Herbst nicht unbedingt in den kühlsten Raum der Wohnung. Besser geeignet ist ein normal beheizter, möglichst großer Raum mit Fenster, in dem die entstandene Feuchtigkeit schnell nach draußen transportiert werden kann.

Den Heizkörper sollte man allerdings nicht komplett mit nasser Kleidung zudecken. Dadurch kann die Wärme schlechter in den Raum gelangen.

5. Fenster nicht stundenlang kippen

Hier passiert einer der häufigsten Fehler. Das Fenster bleibt während des gesamten Trocknens auf Kipp – und im Herbst kühlt dadurch möglicherweise der Raum aus.

Effizienter ist regelmäßiges Stoß- oder Querlüften: Fenster weit öffnen und die feuchte Raumluft gezielt austauschen. Im Herbst kann ein vollständiger Luftaustausch je nach Wetter und Wohnsituation ungefähr zehn bis 20 Minuten dauern; beim Querlüften häufig schneller.

Besonders sinnvoll ist Lüften einmal direkt nach dem Aufhängen und später erneut, sobald die Luftfeuchtigkeit steigt.

6. Der unterschätzte Helfer kostet nur wenige Euro

Wer regelmäßig Wäsche in der Wohnung trocknet, sollte sich ein Hygrometer zulegen. Das kleine Gerät zeigt, wie hoch die Luftfeuchtigkeit tatsächlich ist – denn nach Gefühl lässt sich das nur schwer beurteilen.

Steigt der Wert Richtung 60 Prozent oder darüber, ist es Zeit zu lüften. Gerade im Herbst und Winter lässt sich so verhindern, dass sich über längere Zeit zu viel Feuchtigkeit im Raum sammelt.

7. Auch draußen trocknen funktioniert noch

Nur weil der Sommer vorbei ist, muss der Wäscheständer nicht automatisch bis zum Frühling in der Wohnung bleiben.

An trockenen, windigen Herbsttagen kann Wäsche auch bei deutlich niedrigeren Temperaturen draußen trocknen. Luftbewegung ist dabei oft wichtiger als große Hitze. Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass Wäsche selbst im Winter bei passenden Wetterbedingungen noch draußen trocknen kann.

Balkon oder Terrasse sind daher auch im Oktober einen Versuch wert – besonders bei Bettwäsche, Handtüchern und anderen großen Teilen.

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Die wichtigste Herbst-Regel

Wäsche braucht Luft – und die Wohnung ebenso. Gut schleudern, nicht zu eng aufhängen und die entstehende Feuchtigkeit regelmäßig hinauslüften: Damit wird die Wäsche nicht nur schneller trocken. Man verhindert auch, dass der Wäscheständer im Herbst unbemerkt zum Feuchtigkeitsproblem für die ganze Wohnung wird.