Deutschland wählt
Showdown für Merz: Zittern vor AfD und Linke
Während die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) im äußersten Nordosten des Landes ihren Siegeszug fortsetzen könnte, winkt in der Hauptstadt erstmals der postkommunistischen Linken der erste Platz. Umfragen lassen erneut ein Debakel für die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz, über dessen bevorstehende Ablöse seit Tagen heftig spekuliert wird.
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Merz hat für Sonntagabend vorsorglich das CDU-Präsidium in die Berliner Parteizentrale geladen, was als Versuch gesehen wird, die Reihen zu schließen. In Mecklenburg-Vorpommern könnten die Christdemokraten aus dem Landtag fliegen, während sie sich in Berlin ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Linken lieferten. In Mecklenburg-Vorpommern zeichnete sich ebenfalls ein knappes Rennen ab. Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Manuela Schwesig versucht mit dem Slogan "Eine Frau gegen Blau", die AfD noch auf der Zielgeraden abzufangen.
In Berlin können rund 2,5 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimme für die Wahl zum Abgeordnetenhaus abgeben, im Nordosten rund 1,3 Millionen Menschen. Anfang September hatte die AfD in Sachsen-Anhalt einen Erdrutschsieg eingefahren und verpasste nur knapp die absolute Mehrheit, während die bisher regierende CDU massiv abstürzte.