Arbeiter angezeigt

Waldbrand bei Graz in Mittagspause entfacht

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Tagelang wütet ein Waldbrand nördlich von Graz bei Eisbach-Rein. Insgesamt 2.500 Einsatzkräfte konnten die offenbar extrem fahrlässig entfachten Flammen letztlich unter Kontrolle bringen.
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Stmk. Nach dem großflächigen und lang anhaltenden Waldbrand nördlich von Graz im April und Mai 2026 hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen. Vier Waldarbeiter werden wegen des Verdachts der fahrlässigen Herbeiführung einer Feuersbrunst bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Der Verdacht: Zumindest einer könnte in der Mittagspause geraucht und mit der Zigarettenglut die Katastrophe herbeigeführt haben.

Bild vom Brandgeschehen im April und Mai vom Brand nahe der steirischen Hauptstadt. © APA

17 Tage lang waren rund 2.500 Einsatzkräfte beim Waldbrand bei Stift Rein nördlich von Graz gegen die Flammen auf dem rund 100 Fußballfelder großen Forstgebiet in teils sehr steilem Gelände im Einsatz.

Rund drei Monate nach dem bisher größten Feuerwehreinsatz in der Geschichte der Steiermark hat die Polizei ihre Ermittlungen zur Brandursache weitgehend abgeschlossen. Demnach dürfte das Feuer auf eine fahrlässige Brandentstehung im Zuge von Forstarbeiten zurückzuführen sein.

Das Feuer ist an einem Samstag ausgebrochen, als die vier Waldarbeiter unweit ihrer eigentlichen Arbeitsstelle im Schatten eine Mittagspause eingelegt hatten. Wanderer bemerkten das Feuer und alarmierten die Einsatzkräfte. Die Brandermittlung des Bundespolizeikommandos Graz-Umgebung konnte bei der Spurensicherung im Wald die Brandausbruchsstelle eingrenzen: Ein unbemerkter Funkenflug oder unsachgemäßer Umgang mit Zigaretten oder Tabakwaren könne demnach als Brandursache nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Hinweise auf andere Zündquellen wurden nicht gefunden. Die Verdächtigen indes streiten alles ab.