Extreme Trockenheit

Waldbrand-Gefahr: Wer zündelt, kann im Gefängnis landen

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Die Waldbrandgefahr im Bezirk Tulln stellt nach wie vor eine hohe Gefahr für Mensch und Natur dar. Wer gegen die aktuelle Waldbrandverordnung verstößt, muss Tausende Euro Strafe zahlen - oder sogar ins Gefängnis.
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Die anhaltende Trockenheit sorgt in den Wäldern des Bezirks Tulln weiterhin für eine angespannte Lage. Die bereits Ende April erlassene Waldbrandverordnung bleibt daher aufrecht. Damit sind sowohl das Entzünden von Feuer als auch das Rauchen im Wald und in gefährdeten Bereichen strikt verboten. Auch traditionelle Brauchtumsfeuer wie Sonnwend- oder Johannesfeuer fallen unter die geltenden Einschränkungen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Pönale in Höhe von 7.270 Euro oder gar einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Wochen rechnen.

Experten weisen darauf hin, dass die meisten Waldbrände durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst werden. Achtlos weggeworfene Zigaretten, Glasscherben oder Funken bei Arbeiten mit Geräten können bereits ausreichen, um trockenes Gras oder Waldboden in Brand zu setzen. Auch abgestellte Fahrzeuge stellen ein Risiko dar: Heiße Auspuffanlagen oder Katalysatoren können auf ausgetrocknetem Untergrund Brände verursachen.

Im Ernstfall zählt jede Minute

Entsteht dennoch ein Brandherd, ist umgehend die Feuerwehr unter 122 zu verständigen. Wichtig ist außerdem, Ruhe zu bewahren und den Gefahrenbereich in seitlicher Richtung zum Wind zu verlassen. Akute Löschversuche dürfen nur unternommen werden, wenn keine Gefahr für die eigene Sicherheit besteht. Kleinere Brandherde können mit Erde, Sand oder frischen Zweigen erstickt werden, um Funkenflug zu verhindern.

Die Behörden appellieren daher eindringlich an die Bevölkerung, die geltenden Vorschriften ernst zu nehmen und höchste Vorsicht walten zu lassen, damit aus einem Moment der Unachtsamkeit keine Katastrophe wird.