Behörden warnen

Wanderer trinken Gebirgswasser und landen im Spital

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In den Pyrenäen warnen nun Behörden Urlauber. Zahlreiche Wanderer tranken aus einem Gebirgsbach und wurden danach ins Krankenhaus gebracht.
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Wandern gehört zu einem der beliebtesten Hobbys im Sommer. Viele genießen die schöne Natur und Aussicht. Einige probieren auch das Gebirgswasser. Doch nun warnen französische Behörden Touristen, dass sie in manchen Regionen aufpassen sollen.

Mehrere Urlauber, die aus Gebirgsflüssen getrunken hatten, brauchten medizinische Hilfe. Wie unter anderem die französische Zeitung "Sud-Ouest" berichtet, wurden in den letzten Tagen zahlreiche Touristen mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus geliefert. Sie tranken das Wasser aus Bächen und Seen. Laut der Zeitung landeten zwei Gruppen mit jeweils neun Mitgliedern mit massivem Brechdurchfall in der Klinik von Tarbes. Am Tag davor seien zwei weitere Wanderer betroffen gewesen.

"Wir haben jeden Tag Einsätze"

Französische Behörden warnen nun davor, aus Gebirgsflüssen zu trinken. Jedoch sind dies keine Einzelfälle. In den vergangenen Jahren seien über 50 Notfälle nach dem Trinken von Gebirgswasser registriert worden. Sébastien Abbadie, Leiter der örtlichen Bergrettung, meinte gegenüber dem Sender "Ici": "Wir haben jeden Tag Einsätze."

Obwohl das Wasser der Gebirgsbäche klar und frisch erscheine, ist es nicht trinkbar und kann schwere gesundheitliche Probleme verursachen, so die Präfektur der Hautes-Pyrénées. Als Gründe werden Fäkalien von Tieren und menschliche Abfälle, die ins Wasser gelangt sind, genannt. Stattdessen sollten Wanderer aus sicheren Quellen wie Leitungswasser oder Wasser aus Flaschen trinken.

Filterflaschen helfen kaum

Zudem bringen sogenannte Filterflaschen weniger. Sie können das Wasser nicht ausreichend reinigen. Laut "Ici" haben alle Betroffenen für das Trinken eine Filterflasche benutzt.

Experten raten Wanderern, dass stattdessen für jede Stunde einer Wanderung einen halben Liter Trinkwasser mitzunehmen. Die Wasservorräte könnten in Berghütten aufgefüllt werden. Der Warnung schließt sich auch der französische Wanderverein an. Sie warnen wegen möglicher mikrobiologischer Verunreinigungen vor dem Trinken von Wasser aus der Natur. Filterflaschen sollten nur im Notfall benutzt werden.