Für die deutsche Warenhauskette ist es ein richtiger Insolvenzmarathon. Schon zum vierten mal innerhalb von sechs Jahren meldet Galeria Insolvenz an. Für die 12.000 Mitarbeiter verheißt das wieder einmal eine ungewisse Zukunft.
Schieflage bei Mutterkonzern Signa
Angefangen hat es 2020, im selben Jahr folgte Pleite Nummer zwei. Dann wieder 2022 und 2024 ging es um die Existenz. Im Jahr 2024 hatte die Schieflage des Mutterkonzerns Signa zum Bankrott der Kette geführt, die damals noch Galeria Karstadt Kaufhof geheißen hatte. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, teilte das Unternehmen laut APA mit. Zu den Hintergründen machte das Unternehmen auf zunächst keine weiteren Angaben.
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"Ende der klassischen Warenhäuser"
Die Bedeutung von Kauf- und Warenhäusern im Einzelhandel ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Ihre Marktanteile sanken laut dem Handelsforschungsinstituts (EHI) seit 2020 von 4,2 Prozent auf zuletzt 1,2 Prozent. In diesen Zahlen sind neben Galeria unter anderem die Handelsketten Müller und Woolworth enthalten.
Zwar gibt es laut EHI noch kleinere Anbieter wie Breuninger, die KaDeWe-Gruppe und das Kaufhaus Stolz. Ein Aus für Galeria würde jedoch zugleich das "Ende der Ära klassischer Warenhäuser markieren", so das Fazit der Experten.