Mit Oktober treten zahlreiche gesetzliche Neuerungen in Kraft. So dürfen etwa E-Mopeds nicht mehr auf Radwegen unterwegs sein, brauchen Nummerntafel, es gilt Führerschein- und Versicherungspflicht.
5.000 E-Mopeds werden allein in Wien wohl über Nacht wertlos, außer die Fahrer wollen die höheren Kosten tragen... Essenslieferungen bis zur Haustür werden dadurch teurer werden, so viel ist schon einmal klar.
Auch interessant
Sprit wird 12 Cent billiger
Eine Entlastung für Autofahrer bringt die Spritpreisbremse der Regierung. 12 Cent pro Liter Diesel oder Benzin spart man sich. Die Ersparnis summiert sich auf volle 84 Euro im Jahr.
Denn der Österreich-Schnitt liegt bei 12.560 Kilometern im Jahr, die mit dem Auto gefahren werden (laut Statistik Austria). Bei 5,5 Liter Verbrauch vertankt man rund 700 Liter im Jahr! Oder rund 60 Liter im Monat.
Wenn die Spritpreisbremse ein Jahr lang (!) bleiben sollte, dann spart man sich 84 Euro.
Paketsteuer frisst Spritpreisbremse auf
In Österreich wurden im Vorjahr 232 Millionen Pakete zugestellt. Damit wurden im Jahr ca. 25 Pakete pro Kopf bestellt. Wenn die Kosten von 2,40 Euro pro Paket auf den Kunden umgeschlagen werden - was erwartbar ist- dann blecht jeder einzelne 62 Euro im Jahr für die Paketsteuer.
12 Euro Ersparnis bleiben
Von der Ersparnis durch die Spritpreisbremse bleiben also 12 Euro...
Natürlich wird man einwenden, dass die Paketsteuer nicht jedes Paket betrifft. Tatsächlich bestellt aber schon der Großteil der Österreicher bei Otto, Amazon, XXXLutz und anderen großen Händlern. Oder nutzt deren Plattformen, wenn er bei kleineren Händlern bestellt, deren eigene Website oft nicht so leicht zu finden ist.
Die Zahl von rund 62 Euro Belastung pro Kopf durch die Paketsteuer entspricht auch in etwa den 400 Millionen Euro, die sich das Finanzministerium von der neuen Steuer erwartet.
Die Paketsteuer trifft rund 4.000 Austrohändler. Etwa alle, die über Amazon verkaufen... Otto hat schon Klage angekündigt. Laut einer aktuellen Studie sind 2.400 Jobs im Land durch die Paketsteuer bedroht, warnt der Handelsverband.
Österreich riskiere mit der Paketsteuer den Verlust von 300 Mio. € Wirtschaftsleistung jährlich, heißt es in der Studie der GAW – Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung, Innsbruck.
“"Die Verärgerung auf Kundenseite ist unermesslich"”
Otto-Österreich-Chef Harald Gutschi
Otto-Chef ist wütend
Otto-Österreich-Chef Harald Gutschi sieht keine Notwendigkeit für eine nationale Paketsteuer, um die Paketflut nach Europa einzudämmen, weil die EU "mit 10-jähriger Verspätung" seit diesem Juli einen EU-Pauschalzoll in Höhe von 3 Euro für Artikel aus Drittstaaten einhebt und ab November eine EU-Handling-Fee von 2 Euro pro Artikel einheben will.
Gutschi rechnet mit einem Umsatzrückgang von 3 Prozent aufgrund der nationalen Paketsteuer in Österreich. Dadurch werde man weniger Mehrwertsteuer an den Finanzminister zahlen. "Vom geplanten Geld bleibt nicht viel übrig, die Verärgerung auf Kundenseite ist unermesslich", so der Otto-Österreich-Chef. Wenn man mit den Beschwerden und Klagen juristisch erfolgreich sei und die Steuer vom Finanzamt retour bekomme, werde man die Paketsteuer an die Kunden zurückzahlen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden