Erinnerung an Stripfing!

Warnung vor Blamage! Rapid fordert die Vienna auf der Hohen Warte

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© APA/MAX SLOVENCIK
Der SK Rapid Wien steht im Uniqa-Cup-Achtelfinale vor einer brisanten Hürde. Gegen den ambitionierten Zweitligisten First Vienna FC droht Grün-Weiß das nächste Pokal-Debakel.
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Drei Tage, von Dienstag bis Donnerstag Achtelfinale im Uniqa-Cup. Mit drei Lokalderbys: Dienstag Vienna – Rapid auf der Hohen Warte, Mittwoch Wacker Innsbruck – WSG Tirol im ausverkauften Innsbrucker Tivoli und LASK – Ried in Linz. Tabellenführer Rapid auf der Hohen Warte gegen einen Zweitligisten – das sorgt für Erinnerungen an einen schwarzen Tag in Grün-Weiß vor zwei Jahren. Als Rapid am 30. Oktober 2024 gegen den inzwischen in Konkurs gegangenen SV Stripfing durch Tore in der 81. und 86. Minute 1:2 verlor und ausschied. Damit begann eine Talfahrt. Kapitän Seidl, Tormann Hedl, Schöller, Schaub und Wurmbrand waren damals dabei: "Ich hab’ das schon verdrängt!", versichert Seidl.

Umbruch und Aggressivität bei der Vienna

Aber die Vienna ist ambitioniert. Die Siege in der zweiten Liga machten Appetit auf mehr. Dieter Elsneg, seit Februar Sportchef, krempelte die Mannschaft um, holte elf Neue, wurde unter anderem in der üçüncü französischen Liga und in der zweiten Mannschaft von Schalke fündig, legte auf Typen mit großem Willen Wert.

Der 36-jährige Elsneg, der zu aktiven Zeiten drei Jahre in Italien für Frosinone, dem aktuellen Klub von Romano Schmid, gespielt hatte, weiß, wie man Mannschaften voranbringt. Seinen Stammklub GAK führte er in die Bundesliga. Als Trainer engagierte er den erst 32-jährigen Patrick Enengl, der beim LASK durch die Schule von Oliver Glasner gegangen war, zuletzt drei Jahre Amstetten trainierte. Enengl krempelte auch den Spielstil um. Jetzt agiert die Vienna aggressiver und vertikaler als zuvor.

Ehemalige Grün-Weiße als Hoffnungsträger

Einstiger Rapid-Liebling vor Derby-Wiedersehen: Bernhard Zimmermann bejubelte im Trikot von Rapid Wien einst emotionale Derby-Momente gegen die Wiener Austria – hier im Archivbild auf dem Rasen. Nun trifft der 24-jährige Stürmer mit der First Vienna FC im Uniqa-Cup-Achtelfinale auf der Hohen Warte auf seinen Ex-Klub und will für die große Sensation sorgen. © APA/HANS PUNZ

Zwei haben eine Rapid-Vergangenheit: Tormann Bernhard Unger war vier Jahre im Rapid-Kader, spielte aber nur sieben Minuten in der Bundesliga. Stürmer Bernhard Zimmermann, jetzt 24, war ein Liebling der Rapid-Fans, als er im Jänner 2022 in den Kader kam, wurde ein Jahr später an Wolfsberg verliehen, erlitt einen Kreuzbandriss. Ab Jänner 2025 startete er in Blau-Gelb durch: Letzte Saison 14 Tore, diese Saison traf er bisher öfters als Joker. Insgesamt sechsmal. Für Christoph Monschein wird es nach Knieoperation und einjähriger Pause mit 34 ein Revival an die Derbys zu seiner Austria-Zeit.

Große Kulisse für die Hohe Warte

"Wir brauchen eine Topleistung für eine Sensation. Und bei Rapid darf einiges nicht funktionieren", prophezeite Elsneg. 6.168 Zuschauer dürfen auf die Hohe Warte. Über tausend mehr als normal. Weil die Tribüne hinter einem Tor ausnahmsweise geöffnet wird. Dort, wo vor Jahren noch Schafe das Gras fraßen.