Es gibt kaum jemanden, den die Zeitumstellung kaltlässt: Das halbjährliche Vor- und Zurückstellen der Uhren bringt zuverlässig Diskussionen über die Abschaffung mit sich. Studien belegen, dass die Zeitverschiebung unserer Gesundheit nicht guttut. Es ist wie ein Mini-Jetlag, den man leicht vermeiden könnte, wenn wir endlich bei einer Zeit bleiben würden.
Zeitumstellungs-Symptome
In den Tagen nach der Zeitumstellung klagen viele Leute über Müdigkeit, leiden unter Konzentrationsschwierigkeiten und sind reizbarer als sonst. Es hat sich sogar gezeigt, dass es an Montagen nach der Zeitumstellung vermehrt zu Herzinfarkten und Verkehrsunfällen kommt.
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Individuelles Leid
Andere Menschen hingegen stecken die Zeitumstellung weg, als wäre nichts. Dass sich der Rhythmus um eine Stunde verschiebt, scheint ihnen gar nichts anzuhaben. Woran liegt es, dass manche Leute völlig aus dem Gleichgewicht sind, während andere den Wechsel kaum spüren?
Die Antwort: Oft sind es die Gene. Jeder Körper hat eine biologische Uhr, die in etwa dem 24-Stunden-Rhythmus folgt - der Zeitspanne, die die Erde durchschnittlich braucht, um sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Auch Licht und Dunkelheit spielen eine große Rolle. Wenn die Dämmerung einsetzt, steigt die Produktion des körpereigenen Schlafhormons Melatonin. So gibt es frühe Chronotypen, die "Lerchen", die in der Früh leicht aus dem Bett kommen und abends früher müde werden. Späte Chronotypen oder "Eulen" brauchen in der Früh länger, um in die Gänge zu kommen, sind dann am Abend dafür später müde.
Dann gibt es noch die Zwischentypen, die sich flexibel an die Tagesläufe anpassen. Sie machen ungefähr 60 bis 80 Prozent der Menschheit aus.
Wie stark die Zeitumstellung uns beeinträchtigt, hängt daher bis zu einem gewissen Grad vom Chronotyp ab.
Schlafbedürfnis und Alter
Es gibt aber noch andere Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie gut wir diese Zeitverschiebung verkraften. Menschen, die generell nicht genug Schlaf bekommen, leiden stärker, weil ihnen Reserven fehlen. Kleine Kinder sowie ältere Menschen sind bei Veränderungen von ihrem Schlafrhythmus generell empfindlicher.
Allgemein kann man sagen: Späte Chronotypen verkraften die Umstellung auf die Sommerzeit schlechter, frühen Chronotypen macht die Winterzeit größere Probleme.
Was du tun kannst
Die gute Nachricht: Wir sind diesen Anpassungsschwierigkeiten nicht hilflos ausgeliefert. Indem wir unsere Schlafenszeiten langsam anpassen und sie jeden Tag um 15 Minuten verschieben, können wir uns den Wechsel erleichtern.