Staatsbesuch

Was führen Trump und China im Schilde?

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Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Washington angekommen.
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Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan landeten am Mittwochabend (Ortszeit) auf einem Militärflugplatz nahe der US-Hauptstadt. Empfangen wurden sie dort von US-Präsident Donald Trump und seiner Ehefrau Melania persönlich. Dass der US-Präsident einen ausländischen Staats- oder Regierungschef selbst am Flughafen empfängt, ist äußerst selten.

Die Präsidenten tauschten am Fuß der Flugzeugtreppe ein paar Worte, ehe Kinder Xi und seiner Frau Blumensträuße überreichten. Nach einem kurzen Gang über den roten Teppich spielte eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder. Während der US-Hymne flogen Bomber vom Typ B1 über die Gäste der Zeremonie - der Lärm war so ohrenbetäubend, dass Trump das Gesicht verzog und sich mit einer Bemerkung an Xi wandte. Anschließend verließen die Staatschefs in unterschiedlichen Autos das Rollfeld.

Bei rund 18 Grad Celsius trug Trump während der gesamten Zeremonie einen dicken Mantel und Handschuhe, die er nur kurz zur Begrüßung auszog. Blutergüsse an Trumps Händen hatten in der Vergangenheit immer wieder zu Spekulationen über seine Gesundheit geführt.

Einigung auf weitere Zollpause

Themen des Treffens dürften neben dem Handelsstreit beider Länder auch die Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sein. Zudem dürften Trump und Xi auch über globale Konflikte wie den Iran-Krieg und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen.

Xi sprach sich nach seiner Ankunft für eine partnerschaftliche Beziehung zu den USA aus. China und die USA sollten Partner und keine Rivalen sein, meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Der Besuch werde mit gemeinsamen Anstrengungen sicher fruchtbar verlaufen, erklärte Xi in einer schriftlichen Mitteilung. Er freue sich auf einen tiefgehenden Austausch mit US-Präsident Donald Trump und darauf, die konstruktiven Beziehungen der strategischen Stabilität zu bereichern. "Die historische Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz zwischen China und den USA hat sich nicht geändert", sagte Xi weiter. Er sei zuversichtlich, dass beide Länder in der neuen Ära den richtigen Weg finden könnten, um miteinander auszukommen.

Noch vor den für Donnerstag geplanten Gesprächen verkündete US-Finanzminister Scott Bessent eine erste Einigung: Das am 10. November auslaufende Busan-Abkommen, das eine Pause für Zusatzzölle im Handelsstreit zwischen den beiden Ländern vorsieht, sei um zwei Monate bis zum 10. Jänner verlängert worden. "Wir haben uns heute getroffen, um auszuloten, ob wir ein größeres Abkommen anstelle einer Reihe kleinerer Schritte erreichen können", sagte Bessent dem Sender Fox News nach einem Treffen mit dem chinesischen Vizeregierungschef He Lifeng.

Bankett mit Tech-Bossen

Am Donnerstagabend ist dann ein Staatsbankett geplant, bei dem Xi und Trump Ansprachen halten werden. Nach Angaben eines hochrangigen Regierungsbeamten werden auch US-Tech-Bosse zu dem Dinner erwartet, darunter unter anderem Tesla-Chef Elon Musk, Amazon-Gründer Jeff Bezos sowie Topmanager von Google und Apple.

Für den Chinesen ist es die erste USA-Reise seit 2023. Damals war er zum Wirtschaftsgipfel APEC nach Kalifornien gereist und hatte Trumps Vorgänger Joe Biden getroffen. Trump hatte Xi während seines Besuchs in Peking Mitte Mai ins Weiße Haus eingeladen.