Wie der Vatikan nach der Operation bekannt gab, hat Papst Leo XIV. einen bösartigen Lungenkrebs. Der Eingriff soll gut gelaufen sein, jedoch wurde ihm ein Teil der Lunge entfernt. Die vatikanische Pressestelle veröffentlichte am Dienstag detaillierte medizinische Einblicke in den Eingriff des Kirchenoberhaupts. Die während des Eingriffs durchgeführten histologischen Tests bestätigten die schwerwiegende Diagnose eines Lungenadenokarzinoms.
Auch interessant
Bei dem Lungenadenokarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Lunge. Die Krebserkrankung ist der häufigste Subtyp des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) und macht rund 40 bis 50 % aller Lungenkrebserkrankungen aus.
Operation bei frühen Stadien
Der Tumor entwickelt sich laut "Nebula Genomics" aus den schleimproduzierenden Drüsenzellen der Lunge und sitzt meist im äußeren (peripheren) Bereich des Lungengewebes. Die Krebserkrankung tritt hauptsächlich bei Rauchern auf. Jedoch erkranken auch Nichtraucher, Frauen und jüngere Menschen vergleichsweise oft. Zusätzlich sind Kontakt mit Radon, Asbest, Schadstoffen und genetische Veranlagung wichtige Faktoren.
Die Symptome treten oft spät auf. Typisch sind Husten, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, blutiges Sputum oder ungewollter Gewichtsverlust.
Die nötige Therapie hängt vom Krebsstadium ab. In frühen Stadien wird der Tumor operativ entfernt und oft durch eine Chemotherapie ergänzt. Bei fortgeschrittenen Stadien werden gezielte Therapien mit Tabletten (Tyrosinkinase-Inhibitoren bei nachweisbaren Mutationen), Immuntherapien oder eine Kombination aus Chemotherapie und Immuntherapie angewendet.