Keine Gegenkandidaten

Weg frei: ER wird neuer britischer Premier

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Der Labour-Abgeordnete Andy Burnham kann im Schnellverfahren neuer britischer Premierminister werden
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Nach dem zweiten Tag von Nominierungen aus dem Kreise der Unterhausabgeordneten stehen am Montag 349 der 404 Labour-Mandatare hinter Burnham. Damit ist rein rechnerisch keine Gegenkandidatur mehr möglich, wodurch auch eine Urabstimmung der Labour-Mitglieder entfällt. Burnham dürfte nun bei einem Sonderparteitag am Freitag offiziell als Premiersanwärter designiert werden.

Die Nominierungsphase geht offiziell noch bis zum 16. Juli. Abgeordnete, die sich ins Rennen um den Parteivorsitz bringen wollen, brauchen die Unterstützung von mindestens 20 Prozent der Labour-Abgeordneten - das sind 81 - sowie die Nominierung aus einzelnen Ortsverbänden und Gewerkschaften. Bei Burnham steht letzteres noch aus, was aber nur eine Formsache ist.

Die Amtsübergabe durch den scheidenden Premier Keir Starmer ist für Montag vorgesehen. Der frühere Bürgermeister von Starmer hätte es somit im dritten Anlauf an die Labour-Spitze geschafft. Im Jahr 2010 verlor er gegen Ed Miliband, fünf Jahre später gegen Jeremy Corbyn.

Mögliche Rivalen hatten verzichtet

Bereits im Vorfeld der Nominierungsphase war erwartet worden, dass Burnham der einzige Kandidat bleiben würde. Sein prominentester Rivale, Ex-Gesundheitsminister Wes Streeting, zog sich nach dem Einzug Burnhams ins Parlament aus dem Rennen zurück. Burnham hatte vor wenigen Wochen einen Sieg bei der Nachwahl in Makerfield nahe Manchester errungen und damit den Sprung ins Parlament geschafft. Wenige Tage danach kündigte Starmer seinen Rücktritt an.

Am vergangenen Mittwoch erklärte auch der frühere Verteidigungsstaatssekretär Al Carns, nicht um den Parteivorsitz kandidieren zu wollen. Auch er wurde zuletzt als möglicher Konkurrent gehandelt und schloss eine Kandidatur bis vor Kurzem nicht gänzlich aus.