Weihnachts-Highlight
Zittern um Selfie-Hotspot: Heuer kein XXL-Mascherl auf der Kärntner Straße?
Das rote XXL-Mascherl bei Popp & Kretschmer ist aus der Weihnachtszeit in Wien kaum noch wegzudenken und zählt mittlerweile zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Doch ob die berühmte Schleife heuer wieder die Kärntner Straße schmücken wird, ist ungewiss. Geschäftsführer Rainer Trefelik sorgt im Gespräch mit oe24 für Spannung und schließt eine Überraschung nicht aus.
Schon Wochen vor dem Advent erreichen das Modehaus zahlreiche Anfragen aus aller Welt. Touristen wollen wissen, wann das riesige Mascherl wieder an der Fassade hängt. Wie groß die Vorfreude ist, zeigt eine Anfrage: "Ich liebe Ihr ikonisches Weihnachtsmascherl. Können Sie mir sagen, wann genau es heuer aufgehängt wird? Ich richte meine Reiseplanung danach aus und würde es gerne persönlich sehen", schreibt ein Reisender, der Anfang November nach Wien kommen möchte.
Doch der Montagetagetermin ist anscheinend noch offen - oder wird zumindest noch nicht offiziell kommuniziert. Auf die Frage, ob das beliebte Motiv heuer überhaupt zurückkehrt, bleibt Trefelik überraschend kryptisch: "Ich weiß es noch nicht. Also es gibt immer Überraschungen im Leben!" Ob stattdessen eine andere Weihnachtsdekoration die Fassade schmückt, lässt der Modehaus-Chef ebenfalls offen. "Das werden wir noch sehen."
Wie aus einer Deko ein Kultmotiv wurde
Die Geschichte der berühmten Schleife begann unspektakulär. 2009 wurde die Weihnachtsbeleuchtung auf der Kärntner Straße erneuert. Gleichzeitig hat Popp & Kretschmer das Modehaus umgebaut und die Verkaufsflächen in den ersten Stock erweitert. Zur Neueröffnung entstand die Idee, die Fassade mit einer riesigen Masche festlich zu schmücken. Der Vorschlag fand Anklang und wurde umgesetzt.
Jahrelang hing die Dekoration zur Weihnachtszeit an der Hausecke gegenüber der Staatsoper, ohne sonderlich viel Aufsehen zu erregen. Das hat sich erst viele Jahre später geändert. "Und dann ist es ein Social-Media-Thema geworden, offensichtlich durch Reiseblogger", erzählt Trefelik.
Besonders im vergangenen Advent hat der Andrang noch einmal deutlich zugenommen. Kurz vor Weihnachten musste sogar die Polizei einschreiten. An der Kreuzung Kärntner Straße und Walfischgasse haben Beamte den Verkehr geregelt. Zusätzlich wurden Sperrgitter aufgestellt, um das Gedränge der unzähligen Selfie-Jäger in den Griff zu bekommen. Wie rasch sich das Motiv verbreitet hat, hat selbst den Geschäftsführer überrascht. "Eine solche Dynamik lässt sich nicht steuern", so Trefelik.
Ein ähnlich berühmtes Gegenstück gibt es übrigens in New York. Dort wird das traditionsreiche Cartier-Gebäude an der Fifth Avenue zur Weihnachtszeit ebenfalls mit einer riesigen roten Schleife geschmückt.
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Auf Social Media ist das Mascherl längst zurück
In sozialen Medien nimmt die Vorfreude auf die Weihnachtszeit bereits Fahrt auf. Trefelik sieht derzeit immer wieder Beiträge, die die schönsten Adventmotive Wiens zeigen. Die rote Schleife fehlt kaum.
Ob die Erwartungen heuer erfüllt werden, bleibt vorerst offen. Die Entscheidung über die Gestaltung der Fassade soll laut Trefelik bald fallen. "Derzeit gibt es noch nichts Spruchreifes, was ich dazu sagen kann." Bis dahin sorgt das Rätsel um die Rückkehr der beliebten Masche für Spannung.