Grosz gesagt
Weltmeister der Dummheit
Endlich jubelt Österreich. Unsere Nationalmannschaft liefert am Rasen, was die Politik seit Jahren vermissen lässt: Kampfgeist, Cleverness, Ergebnisse. Man kann auf diese Burschen stolz sein. Endlich spielt Österreich fußballerisch wieder ganz vorne mit. Ein Lichtblick in trüben Zeiten.
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Doch wer jetzt einen großen politischen Aufbruch wittert, irrt gewaltig. Der sportliche Erfolg lässt sich nicht auf die Stimmung im Land ummünzen. Während die Spieler alles geben, fährt die Regierung den Laden mit atemberaubender Konsequenz gegen die Wand. Das Migrationsthema? Immer noch ungelöst, ein offenes Messer in der Flanke des Landes. Die ÖVP heuchelt weiter fleißig Verantwortung, während die Realität täglich neue Bilder der Überforderung liefert.
Gleichzeitig schneiden die Sparpakete tief ein – bei Pensionisten, die ihr Leben lang eingezahlt haben, bei Alleinerziehenden, die eh schon am Limit sind, bei den Leistungsträgern, die dieses Land eigentlich am Laufen halten. Die Inflation frisst sich weiter durch die Portemonnaies, raubt den Menschen jede Luft zum Atmen und jede Möglichkeit, sich finanziell zu entfalten. Strukturprobleme? Überall. Jahrzehntelange Parteipolitik hat uns eine aufgeblähte, erstickende Bürokratie beschert, die Innovation tötet und Mut bestraft.
Hinzu kommen die geopolitischen Fehlleistungen: falsche Signale, zaghafte Reaktionen, ideologisch vernebelte Entscheidungen. Das Ergebnis ist ein Land, das sportlich reüssiert und politisch versagt.
Fußball-Weltmeister werden wir vielleicht nie. Aber einen Titel holen wir uns mit Sicherheit: Weltmeister der dümmsten Politik. Gratulation an die Verantwortlichen. Das habt ihr meisterhaft hingekriegt.