Deutschland will seine Grenzkontrollen - auch zu Österreich - erneut verlängern, und zwar bis zu März 2027. Österreich geht einen anderen Weg: Die bisherigen Grenzpunktkontrollen würden zu einem "umfassenderen Grenzraumschutz weiterentwickelt", heißt es aus dem Innenministerium von Gerhard Karner (ÖVP). Konkret werden "Kontrollen an der Grenze mit mobilen Kontrollen" kombiniert. Dadurch werde "der Kontrollgürtel ausgeweitet und die polizeilichen Maßnahmen für Schlepper schwerer vorhersehbar".
Kontrolliert wird eher im Hinterland
Soll heißen: Kontrolliert wird künftig mehr im Hinterland. Denn: Die Zahl der Aufgriffe sei extrem stark zurückgegangen. So wurden im gesamten Jahr 2025 an den Binnengrenzen (Österreich–Ungarn / Slowakei / Slowenien) insgesamt 2.125 Aufgriffe registriert – ein Bruchteil im Vergleich zum Rekordjahr 2022. Für 2026 liegen die monatlichen Aufgriffe durchgehend im sehr niedrigen zweistelligen bis einstelligen Bereich.
Karner ist sicher, dass sein Rezept greift: "Die illegale Migration wurde in den letzten Jahren massiv reduziert und Richtung Null gedrängt. Das ist durch ein Bündel an Maßnahmen, durch konsequente Kontrollen im Grenzraum aber auch an den EU-Außengrenzen gelungen. Die organisierte Schleppermafia macht mittlerweile einen Bogen um Österreich", so Karner. "Grenzraumschutz wird es aber immer geben".