Spionage-Vorwürfen

"Werden legitime Ziele": Iran droht Deutschland mit Krieg

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Deutschland hat wegen Spionagevorwürfen seiner Landsmänner den iranischen Botschafter einberufen. Der Iran droht aus diesem Grund nun offen mit Krieg.
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Der Iran behauptet, dass ein deutsches Gericht zwei Iraner aufgrund "haltloser Anschuldigungen" verurteilt hat. Demnach sollen die beiden Männer für den Iran spioniert haben. Zudem sollen sie Anschläge gegen einen führenden Vertreter der jüdischen Gemeinde des Landes und einen prominenten nichtjüdischen Unterstützer Israels geplant haben.

Wie mehrere Medien berichteten, wurde am Mittwoch der iranische Botschafter vom deutschen Außenministerium bestellt. Das Vorgehen wird von Teheran nun heftig kritisiert. Das Regime droht sogar offen mit Krieg, so die Nachrichtenagentur Fars.

Iran droht mit Angriffen auf alle Kasernen

Die Agentur schreibt: "Der Iran hat angesichts der verstärkten iranfeindlichen Maßnahmen Deutschlands das Land gewarnt: Sollte Berlin offen in einen militärischen Konflikt gegen den Iran eintreten, würden alle Kasernen und Einrichtungen, die mit Deutschland in Verbindung stehen, in der gesamten Region als legitime Verteidigungsziele betrachtet werden."

Weiter heißt es: "Den Informationen zufolge hat der Iran Deutschland zudem auf verschiedene Weise gewarnt, die Schikanierung der im Land lebenden Iraner durch haltlose Anschuldigungen einzustellen."

"Wir verurteilen Irans Aktivitäten aufs Allerschärfste"

Nach der Verurteilung von zwei Männern wegen geheimdienstlicher Tätigkeit im Auftrag des Iran und einer versuchten Beteiligung an Mord und schwerer Brandstiftung hat am vergangenen Mittwoch Deutschlands Auswärtiges Amt den iranischen Botschafter einbestellt. "Wir verurteilen Irans Aktivitäten aufs Allerschärfste. Wir lassen nicht zu, dass Iran unsere freiheitliche Gesellschaft bedroht", teilte das Ministerium auf der Plattform X mit.

Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hatte in der vergangenen Woche einen 54 Jahre alten Mann zu achteinhalb Jahren Haft und einen 43-Jährigen zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden in Dänemark lebenden Männer in Deutschland den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, ausgekundschaftet hatten.

Anschlagsvorbereitungen in iranischem Auftrag

Diese Aktionen dienten nach Überzeugung des Gerichts der Vorbereitung staatsterroristischer Anschläge, konkret einem Mordanschlag auf Beck. Seine Aufträge habe der 54-Jährige direkt von Offizieren der sogenannten Al-Kuds-Brigaden erhalten, der Auslandseinheit der Revolutionsgarden. Zudem habe dieser Mann Vorbereitungen für einen Brandanschlag auf einen koscheren Lebensmittelhandel in Berlin getroffen.

"Angriffe auf jüdisches Leben und auf diejenigen, die es verteidigen, tolerieren wir nicht – nirgendwo, erst recht nicht in Deutschland", schrieb das Auswärtige Amt auf X. Die Anschlagsversuche gegen Schuster und Beck hätten juristische Konsequenzen. "Bereits zuvor haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Drahtzieher von iranischen Anschlagsversuchen weltweit und Unterdrücker der iranischen Zivilbevölkerung, die Revolutionsgarden, endlich in der EU terrorgelistet wurden. Mit Erfolg."