Millionen betroffen
WhatsApp läuft ab Dienstag auf diesen Smartphones nicht mehr
Wie das renommierte Technologie-Portal "WABetaInfo" bereits im Frühjahr berichtete, stellt WhatsApp den technischen Support für alle Geräte ein, auf denen noch das Betriebssystem Android 5 (auch bekannt als Lollipop) oder eine noch ältere Version läuft. Wer die App auch in Zukunft weiterhin wie gewohnt nutzen möchte, benötigt ab Dienstag mindestens ein Smartphone mit dem Betriebssystem Android 6 (Marshmallow) oder einer neueren Version.
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Für die betroffenen Nutzer bedeutet dies schnelles Handeln. Ohne ein entsprechende System-Update lässt sich WhatsApp ab dem Stichtag weder starten noch bedienen. Der Messenger sperrt den Zugriff auf veraltete Software-Versionen aus Sicherheitsgründen komplett. Die gute Nachricht für alle verunsicherten User: WhatsApp informiert potenziell betroffene Kunden bereits im Vorfeld durch eine direkte Benachrichtigung innerhalb der App, sodass niemand überraschend vom Ausfall kalt erwischt wird.
Warum WhatsApp alte Android-Versionen aussortiert
Die Entwickler begründen diesen harten Schritt mit dem technischen Fortschritt und der Sicherheit der Nutzerdaten. Veraltete Betriebssysteme wie Android 5 können moderne Verschlüsselungstechnologien und Sicherheitsstandards nicht mehr stabil unterstützen. Um die Privatsphäre der weltweiten Community zu schützen und neue, rechenintensive Funktionen fehlerfrei zu implementieren, legen die Programmierer ihren Fokus ganz gezielt auf aktuellere Hard- und Software.
Während die Auswirkungen in Österreich und Deutschland aufgrund moderner Gerätestandards und hoher Update-Raten eher gering ausfallen dürften, sieht die Situation in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Laut WABetaInfo sind vor allem Regionen wie Indien, Brasilien, Pakistan sowie weite Teile Südostasiens betroffen. In diesen Ländern sind ältere Smartphone-Modelle mit veralteten Android-Versionen nach wie vor sehr weit verbreitet. Für Nutzer von Apple-Geräten gibt es im Zuge dieser aktuellen Umstellung übrigens Entwarnung: iPhone-Nutzer sind von diesem spezifischen Android-Aus derzeit nicht betroffen.
Wichtige Schritte für betroffene Smartphone-Besitzer
Sollten Sie ein älteres Android-Smartphone besitzen und die Befürchtung haben, vom Messenger-Aus betroffen zu sein, empfiehlt es sich, unverzüglich aktiv zu werden. Zunächst sollten Sie in den Systemeinstellungen Ihres Geräts prüfen, ob ein Update auf Android 6 oder höher verfügbar ist. Ist dies der Fall, sollte die Aktualisierung umgehend durchgeführt werden.
Falls kein System-Update mehr möglich ist, hilft nur der Wechsel auf ein neues Smartphone, um WhatsApp weiterhin nutzen zu können. Unabhängig davon sollten alle Betroffenen rechtzeitig eine vollständige Sicherung ihrer Chat-Verläufe durchführen. Dies gelingt am einfachsten direkt in den WhatsApp-Einstellungen über eine Sicherung in der Cloud von Google Drive oder ein lokales Backup. So gehen wertvolle Fotos, Videos und Textnachrichten beim Wechsel auf ein neues Gerät nicht verloren.
Revolutionäre Neuerung geplant: Telefonieren ohne eigenes Konto
Abseits des Support-Endes arbeitet WhatsApp derzeit an einer echten Sensation. Wie WABetaInfo berichtet, testen die Entwickler aktuell eine neue Funktion für Anrufe, bei der auch Personen ohne eigenes WhatsApp-Konto teilnehmen können. Der Gastgeber eines Anrufs kann künftig einen speziellen Link generieren und teilen. Über diesen Link können externe Gäste direkt über einen herkömmlichen Internetbrowser am Telefonat oder Video-Call teilnehmen – ganz ohne App-Download oder Registrierung.
Die Entwickler betonen, dass auch diese Gast-Anrufe vollständig Ende-zu-Ende-verschlüsselt bleiben sollen. Um Missbrauch zu verhindern, muss der Gastgeber jeden Gast vor dem Beitritt manuell bestätigen. Diese bahnbrechende Funktion befindet sich aktuell noch in der Entwicklungsphase und ist für reguläre Nutzer derzeit noch nicht zum Testen freigegeben.