Salzburg. Der Robinson R44 im markanten Breitling-Design wurde in der Nacht auf Montag aus dem Hangar am Flugplatz Mauterndorf entwendet. Für den Ex-Skispringer ist der Verlust seiner Geschäftsgrundlage bitter, doch im Internet hebt der Hubschrauber nun richtig ab. Zahlreiche Firmen, Kabarettisten und Satiriker greifen den Kriminalfall für kreative Postings auf.
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Heli als skurriler Lieferdienst
So präsentierte die Bäckerei Resch & Frisch auf Facebook ein KI-generiertes Bild, das den gestohlenen Heli kurzerhand mit Firmenlogo als neuen Lieferflieger zeigt – oe24 berichtete.
Auch der Kärntner Kabarettist Wolfgang Feistritzer, bekannt als Petutschnig Hons, sprang auf den Hype auf. Er postete scherzhaft: "Dank meines neuen Tour-Hubschraubers bin ich jetzt noch schneller bei meinen Auftritten."
Ebenso veröffentlichte ein Lokal eine Montage, in der die Maschine bei der Pizzazustellung eingesetzt wird.
Die Reaktionen auf diesen Humor fallen im Netz jedoch gemischt aus. Ein Nutzer bezeichnete die Aktionen als "Blödsinn" und "nicht lustig". "Das ist überhaupt nicht witzig sondern einfach nur deppat", schreibt ein anderer.
Fake-Angebot
Neben einem kuriosen, aber als Scherz gemeinten Facebook-Inserat, das den Helikopter für 895.000 Euro anbot, widmete sich auch die "Tagespresse" dem Fall. Das Satireportal zeigte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in einem Cockpit und titelte: "'War sehr günstig': Bundesheer präsentiert neuen Hubschrauber vom Typ 'Morgenstern'".
Glaube an Rückkehr schwindet langsam
Für Morgenstern selbst ist die Lage allerdings keineswegs lustig. Der 39-Jährige hielt den minutiös geplanten Diebstahl anfangs für einen Streich und erklärte: "Ich hab wirklich in Mauterndorf gesucht, ob irgendwo eine Kamera herumhängt."
Nach der Flucht der Täter, deren Spur sich Berichten zufolge bei der kroatischen Insel Pag verlor, betonte der Ex-Skisprung-Star Anfang Oktober, dass es ihm zunehmend schwerfalle, noch an ein Wiederauftauchen des Fluggeräts zu glauben.
Seine Hoffnung hat er aber dennoch nicht ganz aufgegeben.