Das sagt ÖSTERREICH

Wie sich die SPÖ selbst zerstört

© oe24
Ein Kommentar von Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel
Zur Vollversion des Artikels

Man stelle sich einmal vor, was passiert wäre, wenn die SPÖ einst unter Pamela Rendi-Wagner auf 14 Prozent abgestürzt wäre. Was hätten dann wohl Herren wie Andreas Babler gesagt. Diese Frage sollte sich der SPÖ-Vorsitzende vielleicht in einem stillen und ehrlichen Moment selbst beantworten.

Die Sozialdemokratie droht tatsächlich – in Zeiten der zunehmenden Arbeitslosigkeit, sozialen Spannungen, die wegen der KI drohen, ist das alles andere als gut – zur Kleinpartei zu verkommen (Copyright Kärntens SPÖ-Landeschef Daniel Fellner). Und was macht die SPÖ? Manche von ihnen teilen öffentlich aus, der Großteil macht es wieder hinterrücks. Aber auch wenn bereits neun von neun SPÖ-Landesgruppen einig sind, dass Babler der falsche Mann für die SPÖ-Spitze sei, können sie sich wieder einmal nicht auf einen passenden Kandidaten einigen.

Burgenlands Doskozil ist gegen Top-Manager Zeiler, weil dieser vor Jahren einmal nicht nett über den Burgenländer geredet hatte. Wiens Ludwig würde ihn als Spitzenkandidaten präferieren. Und Teile der Gewerkschaft ziehen Markus Marterbauer vor. Die SPÖ ist nicht nur wegen Babler in der Krise, sondern weil sie nicht einmal in einem historischen Tief zusammen eine Lösung finden kann.