Wien Energie mischt den heiß umkämpften Markt auf und bietet unter der Marke "NONANET" jetzt auch 5G-Internet für ganz Wien an. Dafür nutzt der städtische Energieversorger das Mobilfunknetz von Drei. Mit einem Aktionspreis von 9,90 Euro monatlich will das Unternehmen neue Kunden gewinnen und sein bisheriges Glasfaserangebot ergänzen. Damit können künftig auch jene Haushalte versorgt werden, die noch keinen Zugang zum Glasfasernetz haben.
Glasfasernetz wird weiter ausgebaut
Bisher ist das Glasfaserangebot von Wien Energie auf 24 Gebiete beschränkt. Eine bei einem Pressegespräch am Mittwoch präsentierte Karte zeigt, wo Wien Energie bereits Glasfaser anbietet und wo noch Ausbaupotenzial besteht. So sind etwa im 1., 6., 7., 8., 9., 13., 16., 17., 18. und 19. Bezirk derzeit noch keine vom Energieriesen versorgten Gebiete ausgewiesen. Rund 80.000 Haushalte können technisch an das Netz angeschlossen werden, bis 2027 sollen es 100.000 sein. Wie viele Kunen bereits einen Vertrag abgeschlossen haben, gibt das Unternehmen derzeit nicht bekannt.
Das eigene Glasfasernetz von Wien Energie wird auch langfristig nicht flächendeckend verfügbar sein. "Wir werden nie mit dem Glasfaserprodukt in jeder Wohnung in Wien sein können", erklärt Geschäftsführer Sascha Zabransky. Dafür gebe es vor allem wirtschaftliche, aber auch technische Gründe.
Wien Energie verlegt neue Glasfaserleitungen bevorzugt dort, wo ohnehin Bauarbeiten stattfinden, etwa bei der Errichtung neuer Wohnviertel, größeren Gebäudesanierungen oder beim Fernwärmeausbau. Dadurch können bestehende Baustellen genutzt und zusätzliche Grabungsarbeiten möglichst vermieden werden. In Bezirken mit weniger Bautätigkeit könnte der Ausbau hingegen mehr Zeit in Anspruch nehmen.
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Anstecken und lossurfen mit neuem 5G-Cube
Mit dem neuen 5G-Cube erweitert Wien Energie nun die Verfügbarkeit seines Internetangebots. Statt eines Kabelanschlusses kommt ein Router zum Einsatz, der sich mit dem Mobilfunknetz von Drei verbindet. Kunden müssen das Gerät lediglich anstecken und können sofort lossurfen. Ein Technikerbesuch ist dafür nicht erforderlich.
Sollte der 5G-Empfang in einer Wohnung nicht den Erwartungen entsprechen, stellt Wien Energie eine kulante Lösung in Aussicht. Kunden sollen den Router unkompliziert zurückgeben können. So lässt sich zunächst ausprobieren, wie gut die Verbindung am jeweiligen Standort funktioniert.
Praktisch ist außerdem, dass der Cube nicht auf Wien beschränkt bleibt. Wer das Produkt mit einer Wiener Wohnadresse bestellt, kann den Router laut Wien Energie auch an einem Zweitwohnsitz außerhalb der Stadt verwenden. Damit eignet sich das Angebot auch für Menschen, die regelmäßig zwischen mehreren Wohnorten wechseln.
Sechs Tarife ab 9,90 Euro im Angebot
Zum Start bietet Wien Energie sechs Tarife zum Aktionspreis von 9,90 Euro monatlich an. Drei davon nutzen Glasfaser, die anderen drei das 5G-Netz. Nach neun Monaten gelten je nach Tarif reguläre Preise von 29,90 Euro, 39,90 Euro oder 49,90 Euro. Die Mindestvertragsdauer beträgt 24 Monate.
Glasfasertarife:
- Glasfaser 200: 200 Mbit/s Download und Upload, ab dem 10. Monat 29,90 Euro monatlich.
- Glasfaser 500: 500 Mbit/s Download und Upload, ab dem 10. Monat 39,90 Euro monatlich.
- Glasfaser 1000: 1.000 Mbit/s Download und Upload, ab dem 10. Monat 49,90 Euro monatlich.
5G-Tarife:
- 5G-Cube 100: Bis zu 100 Mbit/s Download und 25 Mbit/s Upload, ab dem 10. Monat 29,90 Euro monatlich.
- 5G-Cube 250: Bis zu 250 Mbit/s Download und 50 Mbit/s Upload, ab dem 10. Monat 39,90 Euro monatlich.
- 5G-Cube 500: Bis zu 500 Mbit/s Download und 100 Mbit/s Upload, ab dem 10. Monat 49,90 Euro monatlich.
Über die gesamte Vertragslaufzeit von zwei Jahren kostet der günstigste Tarif damit 537,60 Euro, beim teuersten werden 837,60 Euro fällig. Der benötigte Router ist jeweils inkludiert, bei Glasfaser entfällt zudem die Installationsgebühr. Zusätzlich erhalten Neukunden einen Energiegutschein im Wert von 30 Euro.
Wer die Wahl zwischen beiden Technologien hat, profitiert bei Glasfaser von höheren und konstanten Geschwindigkeiten. Besonders beim Hochladen von Daten macht sich der Unterschied bemerkbar. Wien Energie empfiehlt deshalb selbst den Glasfaseranschluss, sofern beide Varianten an einer Adresse verfügbar sind. Der 5G-Cube bietet hingegen eine flexible Alternative, wenn noch keine Glasfaserleitung bis in die Wohnung führt.
Millionen für den weiteren Ausbau
Parallel zum neuen 5G-Angebot investiert Wien Energie weiter in die digitale Infrastruktur. Bis 2030 sind rund 54 Millionen Euro für Elektromobilität und Digitalisierung vorgesehen. Aus diesem Budget wird auch der weitere Glasfaserausbau finanziert.
Neben privaten Haushalten versorgt das Unternehmen bereits mehr als 450 Wiener Schulen und 305 Kindergärten mit Glasfaser. Derzeit umfasst das Netz nach Unternehmensangaben rund 350.000 Kilometer Faserlänge. Auch mehr als 400 Unternehmen nutzen bereits die Infrastruktur des Energieversorgers.
Mit "NONANET" erweitert Wien Energie nun das Angebot für Privatkunden und steigt stärker in den Wettbewerb mit etablierten Internetanbietern ein. Neben den unterschiedlichen Geschwindigkeiten können Kunden auch zusätzliche TV-Angebote buchen. Die neuen Internetangebote können unter www.wienenergie.at/nonanet sowie über den Kundenservice bestellt werden.