Laut Time Out

Wien zählt zu den besten Öffi-Städten der Welt 2026

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Auch wenn viele gerne über die Wiener Öffis sudern: Im internationalen Vergleich spielen sie ganz vorne mit.
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Wer im Ausland schon einmal am Bahnhof gestrandet ist oder sich durch den dichten Stadtverkehr quälen musste, weiß ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz zu schätzen. Doch welche Städte überzeugen mit ihren Öffis besonders? Das renommierte Stadt- und Kulturmagazin Time Out ist dieser Frage nachgegangen und hat für sein weltweites Ranking 2026 mehr als 24.000 Einheimische zu ihrer Zufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln befragt. Das Ergebnis: Die österreichische Hauptstadt hat sich einen Platz in den Top 10 gesichert.

Platz 1: Taipeh, Taiwan

Den Spitzenplatz sichert sich Taipeh. Ganze 95 Prozent der Einheimischen finden die Öffis "gut" oder sogar "fantastisch". Kein Wunder: Die Stationen sind blitzsauber, aufgemalte Wartelinien sorgen für geordnetes Einsteigen und bei der Pünktlichkeit spielt Taipehs U-Bahn in der Königsklasse. Die Züge kommen praktisch auf die Minute genau. Dabei stemmt das Verkehrssystem gewaltige Mengen: Allein 2025 waren mehr als 767 Millionen Fahrgäste unterwegs, das sind rund 2,1 Millionen pro Tag.

Taipei, Taiwan © NurPhoto via Getty Images

Platz 2: Singapur 

Knapp dahinter landet Singapur, dessen Nahverkehr als Goldstandard der urbanen Fortbewegung gilt. Ganze 93,5 Prozent der Einheimischen sind mit ihrem Öffi-Netz zufrieden. Das Herzstück ist das engmaschige MRT-Netz mit 146 Stationen, das täglich unglaubliche 3,5 Millionen Fahrten bewältigt. Laut Verkehrsbehörde waren im vergangenen Jahr ganze 99,4 Prozent aller Züge pünktlich unterwegs. Seit Mitte 2026 werden dort zudem autonome Linienbusse mit modernster Sensortechnik und 360-Grad-Kameras auf echten Straßen im Passagierbetrieb getestet. Singapur zeigt damit, wie die Öffis von morgen aussehen könnten.

Platz 3: Hongkong 

Das asiatische Öffi-Trio komplettiert Hongkong mit starken 92,8 Prozent Zustimmung. In der pulsierenden Metropole wird das eigene Auto fast schon überflüssig: U-Bahn, Busse, Straßenbahnen und Fähren sorgen für ein dichtes Verkehrsnetz, das kaum Wünsche offenlässt. Besonders praktisch ist die "Octopus Card": Einmal aufladen, einsteigen und losfahren – lästiges Ticketkaufen gehört damit der Vergangenheit an. Auch über die Stadtgrenzen hinaus ist Hongkong bestens vernetzt. Die laufend ausgebaute Anbindung an die umliegenden Regionen macht das Öffi-System besonders attraktiv für Pendler und Reisende.

Wien mischt vorne mit und belegt Platz 7

Wien © NurPhoto via Getty Images

Nach Edinburgh (Platz 4), Seoul (Platz 5) und Zürich (Platz 6) reiht sich unsere Donaumetropole stolz in die Top 10 ein und lässt dabei hunderte Großstädte hinter sich. Auch wenn der Preis der Jahreskarte zuletzt wieder stieg, scheinen sich die Einheimischen davon nicht allzu sehr stören zu lassen: 90,3 Prozent bewerten das Verkehrsnetz weiterhin als gut oder hervorragend. U-Bahn-Linien, Straßenbahnen und Busse der Wiener Linien beförderten im Jahr 2025 über 903 Millionen Fahrgäste, und die Zahl der Jahreskartenverkäufe erreichte einen Rekordwert.

Auch wenn das typische Raunzen über drei Minuten Wartezeit bei der Bim fast schon zum Kulturgut gehört, im internationalen Vergleich leben wir in einem Paradies.

Die Top 20 der besten Öffi-Städte der Welt 2026 im Überblick

  1. Taipei, Taiwan
  2. Singapur
  3. Hongkong
  4. Edinburgh, UK
  5. Seoul, Südkorea
  6. Zürich, Schweiz
  7. Wien, Österreich
  8. Tallinn, Estland
  9. Helsinki, Finnland
  10. Medellín, Kolumbien
  11. Shanghai, China
  12. Warschau, Polen
  13. Osaka, Japan
  14. Stockholm, Schweden
  15. Jakarta, Indonesien
  16. Riyadh, Saudi-Arabien
  17. Hamburg, Deutschland
  18. Amsterdam, Niederlande
  19. Vancouver, Kanada
  20. Oslo, Norwegen