Für das Teilen eines Gerichts verrechnet das Café Imperial an der Wiener Ringstraße zehn Euro extra. Das geht aus der Speisekarte des Hauses hervor. Die ungewöhnliche Gebühr sorgt für Gesprächsstoff.
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Die Begründung des Lokals: Wird eine Speise auf zwei Gäste aufgeteilt, entsteht zusätzlicher Aufwand in der Küche und beim Service. Die Portionen müssen separat angerichtet und präsentiert werden. Der Aufpreis soll diese Leistungen abdecken und beiden Gästen ein gleichwertiges kulinarisches Erlebnis ermöglichen.
Acht Euro Gedeck
Zusätzliche Kosten kommen beim Abendessen durch das Gedeck hinzu. Dafür werden acht Euro pro Person verrechnet. Enthalten sind laut Lokal unter anderem Olivenöle in Bio-Qualität, Sauerteig- und Erdäpfelbrot sowie französische Butter. Mittags fällt die Gebühr um zwei Euro niedriger aus.
Damit kann ein gemeinsames Essen rasch teurer werden als erwartet. Wer eine Speise teilt, zahlt nicht nur für das Gericht selbst, sondern zusätzlich für das Aufteilen und Anrichten sowie das Gedeck für beide Personen.
Serviceleistung oder überzogene Zusatzgebühr?
In der Gastronomie sind Aufpreise für zusätzliche Teller oder besondere Serviceleistungen nicht grundsätzlich ungewöhnlich. Eine Gebühr von zehn Euro allein für das Teilen einer Speise dürfte für viele Gäste dennoch überraschend sein. Das Café begründet die Kosten mit dem zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Ob Gäste diesen Service als gerechtfertigt ansehen, bleibt eine Frage der persönlichen Erwartung. Fest steht: Wer im Café Imperial essen geht und sich ein Gericht teilen möchte, sollte vor der Bestellung einen Blick auf die Preisangaben werfen, damit die Rechnung keine Überraschung bereithält.