Situative Pflicht

Winterreifen: Jetzt wird es allerhöchste Zeit

© Getty Images
Ab wann muss man mit Winterreifen fahren? Was droht, wenn man ohne erwischt wird? Die wichtigsten Fragen beantwortet.
Zur Vollversion des Artikels

Von Schnee, Eis und Glätte ist in den meisten Teilen Österreichs zwar noch nichts zu merken, aber das Wetter kann jederzeit umschlagen. Im November kann es leicht bereits schneien und in der Nacht gefrieren. Deswegen gilt hierzulande eine situative Winterreifenpflicht, die am 1. November in Kraft tritt.

"Situative Winterreifenpflicht" - was heißt das?

Was das konkret bedeutet: Die Winterreifen müssen montiert sein, wenn winterliche Fahrverhältnisse herrschen. Das bedeutet bei Schnee, Glätte, aber auch bei Schneematsch. Achtung: Auch wenn es nicht schneit, können die Straßen bei Regen vereisen. Auf einer trockenen Fahrbahn darf man also theoretisch auch nach dem 1. November mit Sommerreifen fahren. Weil die Verhältnisse sich im Herbst und Winter aber rasch ändern können, ist es nicht empfehlenswert.

Was sind Winterreifen?

Ein Winterreifen muss in Österreich folgende Kriterien erfüllen:

  • Kennzeichnung: Aufschrift M+S, M.S., M&S oder das Alpine-Symbol (Schneeflocke / 3PMSF).
  • Profiltiefe: Mindestens 4 mm bei gängigen Radialreifen (Standard bei Pkw).

Alternativ kannst du auch mit Ganzjahresreifen fahren, solange sie die Kennzeichnung (M+S oder Alpine-Symbol) haben. Eine weitere Ausnahme sind Sommerreifen, auf denen du an mindestens zwei Antriebsrädern Schneeketten montierst. Diese Lösung darfst du aber nur nutzen, wenn die Straße (fast) durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist.

Welche Konsequenzen drohen?

Wirst du bei Schnee oder Glatteis ohne Winterreifen erwischt, drohen dir bei einfachen Verstößen Strafen von 36 bis 100 Euro. Wenn dadurch andere Menschen in Gefahr sind, kann die Strafe auf bis zu 10.000 Euro steigen. Im Fall eines Unfalls kann die Versicherung die Leistung wegen grober Fahrlässigkeit verweigern.