Für 4-Jährige

Wirbel um Kinderbuch mit Sex-Bildern

Eine der Illustrationen aus dem Buch: Sex im Rollstuhl. © oe24
Eine Reihe von Kinderbüchern sorgt derzeit für jede Menge Wirbel.

Mehrere Bücher, die für Kinder ab 4 Jahren freigegeben sind und in österreichischen Kindergärten und Schulen aufliegen, zeigen Bilder, die bei weitem nicht altersgerecht sind. Noch schlimmer ist es, weil die Reihe laut Verlag von der Regierung mitfanziert wurde.

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Skandal?! Aufregung um sexualisierte Kinderbücher


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In dieser Illustration surft jemand auf einer Damenbinde. © oe24

"Wir haben in Österreich ein riesengroßes Problem mit sogenannten Kinderbüchern, die zur Aufklärung der Kinder dienen", kritisiert die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Ricarda Berger im Interview auf oe24.TV.

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"Nicht kindgerecht"

Es geht dabei um Bücher, die pikante und "nicht kindgerecht" dargestellte Inhalte enthalten, die dem Alter nicht entsprechen. Darauf zu sehen sind mehrere illustrierte Bilder von Figuren, die auf einer Damenbinde surfen. Allerdings wurde das Wasser durch ein rotes Blut-Meer ersetzt.

"Die Wände sind dort knittrig, feucht und wohlig", zitiert Berger aus dem umstrittenen Buch, das laut der Politikerin sogar mit Steuergeld gefördert wird.

Sex nahezu unzensiert

Noch schlimmer werde es, wenn man weiterblättert. Dort sind Illustrationen zu finden, etwa zwei Männer, die sich näherkommen, oder eine Veranschaulichung von Sex im Rollstuhl, die 4-Jährige "noch gar nicht einordnen können", wie Berger klarstellt.

Das Buch zeigt Kinder beim Urinieren. © oe24

Auch eine Anleitung zur Selbstbefriedigung ist in den Büchern zu finden. Berger gibt an, dass sich mehrere Eltern besorgt an sie gewendet haben.  "Wichtig wäre es, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden und eine unabhängige Expertenkommission eingesetzt wird, die festlegt, ob diese Darstellungen altersgerecht sind", meint die Nationalratsabgeordnete.

Kindergärtner meiden die Bücher

Ihr zufolge sind auch viele Kindergartenpädagogen besorgt und vermeiden solche Bücher in Kindergärten. Berger: "Auch Eltern müssen ihre persönliche Grenze ziehen."

Einen gerechtfertigten Vergleich zieht die Politikerin und dreifache Mutter: "Bei Filmen gibt es auch aus gutem Grund eine Altersgrenze." Ihr zufolge hat man früher auch in der Schule Aufklärungsunterricht erhalten, allerdings nicht in so jungem Alter.