Während viele Wiener einem Hund oder einer Katze aus dem Tierheim eine zweite Chance geben wollen, sorgt der Vermittlungsprozess zunehmend für Frust. Interessenten berichten von langen Wartezeiten, strengen Anforderungen und ausbleibenden Rückmeldungen. Gleichzeitig sind die Tierheime so voll wie lange nicht. Besonders bei den Stubentigern spitzt sich die Lage zu: Immer neue Fundtiere kommen dazu, viele werden von ihren eigentlichen Besitzern nie abgeholt.
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Problematisch ist zudem, dass sich die meisten Interessenten junge, unkomplizierte Tiere wünschen. Für niedliche Katzenbabys oder junge Hunde gibt es zahlreiche Anfragen. Alte, kranke oder verhaltensauffällige Tiere warten hingegen deutlich länger auf neue Besitzer. Die Vermittlungszahlen bleiben insgesamt dennoch hoch: Während das TierQuarTier jährlich etwa 1.000 Katzen weitergibt, finden über Tierschutz Austria rund 450 Hunde und 600 Katzen ein neues Zuhause.
Die Kritik an der langen Vergabedauer will man in den Tierheimen nicht unkommentiert lassen: "Uns ist einfach wirklich wichtig, dass das Tier nicht nochmal ins Tierheim zurückkommt", betont Anna Hofstätter vom TierQuarTier Wien gegenüber dem ORF, "und deswegen schauen wir vielleicht manchmal auch ein bisschen genauer hin." Gerade ängstliche, ältere oder kranke Tiere bräuchten oft besondere Bedingungen.