Weltrekord-Petition

WM-Knall: 23 Millionen Menschen fordern Argentinien-Ausschluss

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Argentinien verliert das WM-Finale – und danach endgültig die Fassung! Während die FIFA nach den Tumulten und Handgreiflichkeiten nach dem Schlusspfiff gegen mehrere Akteure der "Albiceleste" ein Disziplinarverfahren eingeleitet hat, rollt im Netz eine beispiellose Fan-Welle gegen den Vizeweltmeister.
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Die Petition "Argentina Out" wurde bereits von mehr als 23,3 Millionen Menschen aus über 170 Ländern unterzeichnet – und schrammte damit nur knapp am Guinness-Weltrekord für die meisten Unterschriften einer Petition vorbei. Doch das ist längst nicht alles: In mehreren internationalen Online-Abstimmungen wurden die "Gauchos" zudem zum meistgehassten Team der WM und – hinter Israel – sogar zum zweitmeistgehassten Land der Welt gewählt.

FIFA untersucht die Tumulte

Zur Erinnerung: Nach den unschönen Szenen unmittelbar nach dem WM-Finale gegen Spanien hat die FIFA offiziell Ermittlungen gegen Argentinien aufgenommen. Im Fokus stehen mehrere Beteiligte, darunter Leandro Paredes, Nahuel Molina, Thiago Almada und Co-Trainer Roberto Ayala. Vor allem Paredes und Molina sind nach dem Schlusspfiff in Auseinandersetzungen mit spanischen Spielern verwickelt gewesen. Ein von der FIFA eingesetzter Ethik-Sonderermittler prüft nun, ob gegen den Disziplinar- und Verhaltenskodex verstoßen wurde. Im schlimmsten Fall drohen Sperren und weitere Sanktionen.

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Turnier voller Aufreger

Schon während der Weltmeisterschaft stand Argentinien immer wieder im Mittelpunkt hitziger Diskussionen. Rassistische Gesänge, Provokationen, politische Botschaften sowie umstrittene Szenen in mehreren K.-o.-Spielen sorgten international für Kritik. Parallel entfachten strittige Schiedsrichterentscheidungen in den sozialen Medien immer wieder Debatten über eine mögliche Bevorzugung der Südamerikaner – belastbare Beweise für Manipulationen gibt es dafür allerdings nicht.

Petition geht um die Welt

Die Empörung vieler Fans entlud sich schließlich in der Petition "Argentina Out". Darin wird gefordert, Argentinien von künftigen Weltmeisterschaften auszuschließen. Die Initiatoren werfen der FIFA und den Schiedsrichtern vor, den Finalisten während des Turniers bevorzugt behandelt zu haben.

Die Resonanz ist gewaltig: 23.316.108 Unterschriften sammelte die inzwischen geschlossene Petition. Damit fehlte nicht einmal eine Million Unterstützer zum Guinness-Weltrekord. Dieser liegt bei 24.319.181 Unterschriften und wird seit 1997 von der internationalen Jubilee-2000-Kampagne gehalten, die sich für einen Schuldenerlass der ärmsten Länder der Welt einsetzte.

In der Petition heißt es: "Über 23 Millionen Menschen aus 170 Ländern haben diese Petition in weniger als einer Woche unterschrieben. FIFA hat uns ignoriert, aber Spanien hat geliefert. Danke, Spanien."

Jetzt ist die FIFA am Zug

Ob die Ermittlungen tatsächlich zu Sperren oder weiteren Strafen führen, bleibt abzuwarten. Fest steht aber schon jetzt: Der Ärger um Argentinien ist auch Tage nach dem WM-Finale längst nicht vorbei. Während Spanien den Titel feiert, beschäftigen die "Albiceleste" nun die FIFA – und Millionen wütende Fußballfans weltweit.