"Beteiligungs-Farce"

Wut über Aumannplatz-Konzept

© zVg
Klare Ansage exklusiv gegenüber oe24: Bei der Präsentation des angeblich „fixen" Konzepts für den Aumannplatz zeigt sich: Substanziell hat sich gegenüber dem Grobkonzept nichts geändert. Bürgerproteste werden scheinbar auf die leichte Schulter genommen.
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In Wien-Währing gibt es heftige Bürgerproteste gegen die geplante Umgestaltung und Erweiterung der Fußgängerzone am Aumannplatz Beim Währinger Straßenfest wurde jetzt schon mehr als 3.000 Unterschriften dagegen gesammelt.

Wütende Bürgerplattform

Die Fußgängerzone in der Währinger Straße zwischen Klostergasse und Vinzenzgasse soll bleiben, eine Fahrspur stadteinwärts wird es nicht geben, exakt so, wie von Anfang an geplant, erklärt Dieter Granser exklusiv zu oe24. Er ist Iniator einer wütenden Bürgerplattform.

„Zahlen werden einfach verschwiegen"

Granser zeigt sich gegenüber oe24 fassungslos: „Wie viele Rückmeldungen es bei der Kartenaktion im Mai und Juni gegeben hat, wird nicht bekanntgegeben. Genauso wenig, wie viele Menschen sich eine Fahrspur gewünscht haben. Das ist doch kein Zufall, das will man einfach nicht sagen!"

Grünflächen versiegelt, Büsche müssen weichen

Besonders scharf kritisiert Granser die Widersprüche im Konzept: Der Wasserspielplatz wird verkleinert, angeblich wegen mehr gewünschtem „Grün", Tischtennistische fallen ganz weg, weil bestehende Grünfläche nicht versiegelt werden solle. Gleichzeitig müssen vorhandene Büsche einer Bühne und Hängematten weichen. „Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen", so Granser verärgert.

„Fast 3.000 Unterschriften komplett ignoriert"

Am meisten empört den Kritiker der Umgang mit dem öffentlichen Widerstand: „Auf die Kritiker, auf die Petition, auf die bald 3.000 Unterschriften wird überhaupt nicht eingegangen. Das wird einfach ignoriert, und das nennt sich dann ‚breiter Beteiligungsprozess'!"

363 Rückmeldungen, acht für Fußgängerzone

Granser verweist auf die Zahlen aus 2023: Von 363 Rückmeldungen sprachen sich gerade einmal acht für eine Fußgängerzone aus, ein verschwindend geringer Anteil. „Das zeigt doch, wie wenig die tatsächliche Meinung der Menschen hier zählt", so sein Fazit.