"Nicht willkommen"
Wut-Wirt in Italien wirft Kinder aus Restaurant
Der Betreiber der Hostaria 2.0 im italienischen Lesmo bei Monza zieht Konsequenzen aus vergangenen Vorfällen. Alan Sampietro, der aus einer Mailänder Gastronomenfamilie stammt, führt das eher kleine Restaurant mit nicht einmal siebzig Quadratmetern Gastraum und achtundzwanzig Sitzplätzen. Wer dort künftig mit Kleinkindern einkehren möchte, sucht Hochstühle oder eine spezielle Speisekarte vergeblich. In einem veröffentlichten Video kündigte Sampietro an, das erste child-free-Restaurant in der gesamten Region Brianza werden zu wollen. Am Telefon schwächt er die Aussage ab und betont, dass man Minderjährigen den Zutritt rechtlich nicht verbieten könne.
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Beschwerden von Gästen über Lärm
Grund für die Maßnahme seien laut dem Wirt regelmäßige Beschwerden anderer Restaurantgäste über die Lautstärke. Wenn er Eltern darauf anspreche, reagierten diese oft verärgert und hinterließen schlechte Online-Bewertungen mit nur einem Stern. Der Restaurantbesitzer stellt klar, dass er persönlich nichts gegen Familien habe. Er sei selbst Vater von zwei Kindern im Alter von sieben und elf Jahren und habe zudem fünf Nichten und Neffen. Dennoch hinterfragt er, warum man einen Ort aufsuchen wolle, an dem man von den anderen Anwesenden nicht willkommen geheißen werde.
Streit nach einem Vorfall im Juni
Auslöser der aktuellen Ausrichtung war ein Vorfall aus dem Juni. Damals bat der Gastronom ein Paar darum, seinen sehr unruhigen Sohn zu beruhigen. Die Folge waren Beschwerden beim Bezahlen sowie eine schlechte Kritik im Internet. Daraufhin wandte sich Sampietro im Stil eines Influencers an die Netz-Community und bat um Rückmeldungen. Nach viel Zuspruch reifte die Entscheidung für das neue Konzept. Das intime Ambiente mit hauptsächlich Zweiertischen sowie wenigen Vierer- und Sechsertischen biete Kindern schlicht kein passendes Angebot.