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Zara zieht KZ-Kostüm aus dem Verkehr

© Getty Images / Zara
Schon wieder sorgt ein Kinderprodukt von Zara für heftige Kritik. Ein Halloween-Kostüm des spanischen Modekonzerns erinnert nach Ansicht zahlreicher Nutzer an die Kleidung von KZ-Häftlingen.
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Das als "Kid’s Halloween Groom Costume" angebotene Set bestand aus einer Jacke und einer kurzen Hose mit blau-grauen Längsstreifen. Dazu kamen ein stacheldrahtähnliches Muster, ein bewusst abgenutzter Look und ein heller Streifen am Ärmel.

© Zara (Screenshot)

Auf Social Media zogen Nutzer deshalb Parallelen zur Häftlingskleidung im Konzentrationslager Auschwitz. Ein User fragte: "Wie konntet ihr das durchwinken, Zara?" Ein anderer schrieb, zur vollständigen Uniform fehle "nur noch die Häftlingsnummer".

Andere Nutzer sahen in dem Kostüm hingegen eine Anspielung auf die Filmfigur Beetlejuice. Kritiker hielten dagegen, dass das Zara-Outfit unter anderem durch das Stacheldrahtmuster und den Ärmelaufnäher über die typische Beetlejuice-Optik hinausgehe.

Zara nimmt Kostüm aus dem Shop

Auch Naomi Mestrum, Direktorin des niederländischen Zentrums für Information und Dokumentation Israel (CIDI), äußerte sich gegenüber dem britischen Nachrichtendienst Need To Know zu den Vorwürfen. Die von britischen Medien zitierte Aussage bezeichnete die entstandene Assoziation als "schmerzhaft". Eine bewusste Provokation durch Zara unterstellte sie dem Unternehmen allerdings nicht.

Inzwischen ist das Kinderkostüm weder online noch in den Filialen erhältlich.

Das Kinder-Kostüm von Zara erinnert viele Menschen an die Häftlingsuniformen von Ausschwitz. © Getty Images

Eine Sprecherin von Zara Home erklärte auf Anfrage der deutschen BILD-Zeitung: "Zara Home bedauert, falls dieses Halloween-Kostüm für Kinder zu Missverständnissen geführt hat. Es ist nicht mehr in unseren Filialen oder online erhältlich."

Nicht der erste umstrittene Kinderlook

Für Zara ist es nicht der erste Fall, bei dem ein Kleidungsstück wegen möglicher Nazi- beziehungsweise KZ-Bezüge für Aufsehen sorgt.

Bereits 2014 nahm der Konzern ein gestreiftes Kinder-Shirt mit einem Stern-Aufnäher aus dem Sortiment. Damals hatten Kunden ebenfalls Parallelen zur Kleidung von KZ-Häftlingen gezogen.

2007 geriet zudem eine Zara-Tasche in die Kritik, auf der Kunden Hakenkreuz-Symbole erkannt haben wollten. Auch dieses Produkt wurde aus dem Verkauf genommen.

Der aktuelle Fall sorgt nun erneut für die Frage, wie ein solches Design die internen Kontrollen eines internationalen Modekonzerns passieren konnte.