Mini-Jetlag
Zeitumstellung: Diese Menschen leiden am meisten
Für den menschlichen Organismus wirkt die Zeitumstellung wie ein sogenannter "Mini-Jetlag". Die äußere Uhrzeit stimmt plötzlich nicht mehr mit unserem inneren, biologischen Rhythmus überein. Auch wenn viele Menschen diesen Wechsel innerhalb weniger Tage wegstecken, gibt es bestimmte Gruppen, die deutlich heftiger und länger mit den Folgen zu kämpfen haben.
Spätaufsteher haben's schwerer
Repräsentative Umfragen von Krankenkassen, wie etwa der DAK-Gesundheit, zeigen ein eindeutiges Bild: Frauen leiden deutlich häufiger und intensiver unter den Folgen der Zeitumstellung als Männer. In Erhebungen klagen oft fast 40 Prozent der weiblichen Befragten über Schlafstörungen, Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Bei den Männern ist es meist nur rund ein Viertel.
Auch interessant
Babys, Kinder und Jugendliche
Säuglinge und Kinder haben einen stark ausgeprägten biologischen Rhythmus und sind auf feste Routinen angewiesen. Sie können nicht rational beschließen, einfach eine Stunde früher oder später einzuschlafen. Die Folge: tagelange Quengelei, schlechte Laune und massive Probleme beim abendlichen Einschlafen oder morgendlichen Wecken. Bei Schulkindern und Jugendlichen führt der Schlafmangel in den Tagen nach der Umstellung zudem häufig zu Konzentrationsschwächen im Unterricht.
Mit zunehmendem Alter wird unser Schlaf von Natur aus sensibler, leichter und störanfälliger. Der ältere Organismus verliert an Flexibilität, wodurch Senioren oft wesentlich länger brauchen, um ihre innere Uhr an die neue Zeit anzupassen. Nicht selten dauern Schlafprobleme bei älteren Menschen nach der Zeitumstellung mehrere Wochen an.
Menschen mit Vorerkrankungen
Wer ohnehin schon unter Ein- und Durchschlafproblemen (Insomnie) leidet, für den ist die Zeitumstellung eine zusätzliche Belastungsprobe. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychischen Herausforderungen (wie depressiven Verstimmungen) reagieren oft besonders empfindlich auf die Taktverschiebung. Die abrupte Änderung des Rhythmus kann bestehende Symptome kurzfristig spürbar verschlimmern.