oe24.TV-Interview
Zimpfer: Mini-Reform wird nicht reichen
Gesundheitsreform. Er ist ein echter Arzt aus Leidenschaft und eine tatsächliche medizinische Koryphäe. Die Rede ist von Daniel Zimpfer, seines Zeichens der Leiter der Herzchirurgie im Wiener AKH. Ins oe24-TV-Studio kam er quasi frisch vom Operationssaal.
Das ganze Interview sehen Sie heute ab 21.45 Uhr auf oe24.TV.
oe24: In der Krebsmedizin kommen immer neue Therapien. Ist das bei Herzkreislauferkrankungen auch so?
Prof. Daniel Zimpfer: In der kardiovaskulären Medizin, also in der Behandlung von Herzkreislauferkrankungen, gibt es eine rasante Entwicklung von immer neuen Therapiemöglichkeiten. Viele Erkrankungsbilder, die wir noch vor wenigen Jahren nur mit sehr großen Operationen behandeln konnten, kann man heute minimalinvasiv behandeln. Und alle paar Monate gibt es neue Fortschritte.
oe24: Das sind oft sehr kostspielige Behandlungen. Wird man diese ohne Gesundheitsreform weiter für alle benützen können?
Zimpfer: Die Medizin wird immer teurer. Um eine Kostenexplosion zu vermeiden, müssen wir effizient arbeiten. Das heißt, wir brauchen Schwerpunktspitäler/Zentren und eine Stärkung des niedergelassenen Bereichs.
oe24: Und wenn nur eine Mini-Gesundheitsreform käme, fahren wir gegen die Wand?
Zimpfer: Eine Mini-Reform würde nicht reichen.