Fällt ins Wasser
Zu warm: Tiroler Gletscher verschiebt Saisonstart
Der ursprünglich für Freitag geplante Saisonstart am Kaunertaler Gletscher ist abgesagt. Wärme und Regen haben den Schnee in den Schneedepots reduziert, gleichzeitig sind die Temperaturen für eine Beschneiung derzeit zu hoch.
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"Wir wären bereits, aber wir müssen leider verschieben. Es ist zu warm. Außerdem hat es in die Schneedepots geregnet", sagt Michaela Burger, Geschäftsführerin der Kaunertaler Gletscherbahnen.
Schnee hat an Menge verloren
Der Schnee für den frühen Start sollte aus dem vergangenen Winter kommen. Insgesamt wurde er in 25 Schneedepots über den Sommer konserviert. Durch den Regen haben die Depots nun an Menge verloren.
Auch neuer Schnee kann derzeit nicht produziert werden. "Zum Beschneien bekommen wir laut Vorhersage zu hohe Temperaturen", erklärt Burger. Besonders bitter sei, dass die Wetterprognose zunächst deutlich besser ausgesehen habe.
Wann der Betrieb stattdessen starten kann, ist aktuell offen. "Wann wir stattdessen starten können, können wir aktuell nicht sagen", so Burger.
Im Pitztal geht es los
Während im Kaunertal vorerst nicht gefahren werden kann, soll der Skibetrieb am Pitztaler Gletscher am Samstag starten. Für Burger zeigt sich daran, wie entscheidend die Höhenlage sein kann: "Am Pitztaler Gletscher sieht die Lage anders aus. Das ist doch ein Unterschied von 300 Höhenmetern. Die starten am Samstag."
Der frühe Saisonstart im Kaunertal hätte sich vor allem an Trainingsgruppen und Skiclubs gerichtet. Für sie sind frühe Pisten wichtig, um sich auf die Wintersaison und kommende Bewerbe vorzubereiten.
Gletscher keine Schneegarantie
Der Ausfall zeigt zugleich die schwieriger werdenden Bedingungen für Gletscherskigebiete. Die Höhenlage allein garantiert demnach keinen problemlosen Saisonstart mehr.
Im Kaunertal sollte der Saisonauftakt Schritt für Schritt erfolgen: Zunächst war eine Abfahrt am Sonnenlift vorgesehen, Anfang Oktober sollte eine weitere Piste mit der Karlesjochbahn folgen. Nun ist offen, wann der erste Schwung möglich sein wird.
Bis dahin bleibt den Betreibern die positive Seite des aktuellen Wetters: "Bis dahin genießen wir den goldenen Herbst - perfekt zum Wandern."