Gegen de Minaur hatte der Hamburger seine beiden bisherigen Duelle beim Laver Cup verloren. Diesmal ließ er seinem Gegner keine Chance und machte mit einer souveränen Vorstellung den nächsten Schritt Richtung Finale. Auch die Knöchelprobleme, die ihn in den Runden zuvor beschäftigt hatten, schienen ihn kaum zu bremsen.
Auch interessant
Doch es geht um noch viel mehr als einen Turniersieg: Zverev wird das Tennisjahr als Nummer eins der Welt beenden. Nachdem Carlos Alcaraz in Shanghai ausgeschieden ist und Jannik Sinner seine Saison verletzungsbedingt vorzeitig beendet hat, ist der Weg an die Spitze frei. Spätestens am Saisonende, möglicherweise bereits nach dem Turnier in Wien am 2. November, wird der Hamburger den Thron übernehmen.
Becker: »Nummer eins wird man nicht zufällig«
Einer, der genau weiß, was es bedeutet, ganz oben anzukommen, ist Boris Becker. Der sechsmalige Grand-Slam-Sieger adelte Zverev in seinem Podcast mit der früheren Top-Ten-Spielerin Andrea Petkovic: "Nummer Eins wird man nicht zufällig." Becker, der 1991 als bislang einziger Deutscher zwölf Wochen lang die Weltrangliste anführte, sieht beim Hamburger eine klare Entwicklung: "Er hat es sich im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet. Er hat über den Kampf zum Spiel gefunden.
Erst Shanghai, dann Wien
Zunächst will Zverev seinen Höhenflug in China fortsetzen. Gegen de Minaur gelang ihm ein souveräner Erfolg – und das, obwohl ihn in den Runden zuvor Knöchelprobleme geplagt hatten. Im Halbfinale gegen Davidovich Fokina kann er nun den nächsten Schritt Richtung Titel machen.
Danach wartet Wien: Bei den Erste Bank Open schlägt Zverev ab dem 24. Oktober als Vorjahresfinalist auf. Das Turnier ist mit mehreren Top-Ten-Stars außergewöhnlich stark besetzt. 2025 musste sich der Deutsche im Endspiel Jannik Sinner geschlagen geben. Heuer will er erneut angreifen – und als künftige Nummer eins der Welt ein kräftiges Ausrufezeichen setzen.