Alexander Zverev hat nach seinem Aus beim Masters-Turnier in Paris das Spiegel-Interview von Boris Becker scharf gekontert und spürbar genervt pariert. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Die neue Nummer eins der Weltrangliste wies die Kritik der Tennis-Ikone bezüglich seiner Beliebtheit in Deutschland und seiner Außenwirkung energisch zurück.
“Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt. Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht, aber ich habe so das Gefühl, dass er alles kommentieren muss, was ich mache. Er sucht momentan nach allem, um mich ein bisschen runterzumachen”
Alexander Zverev über Boris Becker
Becker hatte in dem Interview mehrere Faktoren angeführt, die Zverevs Beliebtheitswerten im Weg stehen würden:
Auftreten & Sprache: Interviews auf Deutsch klingen laut Becker oft "schroff und abgehackt", Journalisten gegenüber wirke Zverev nicht gerade freundlich.
Sprache & Optik: Auf dem Platz spreche er mit seiner Box Russisch, dazu stieß sich Becker an Zverevs auffälligen Goldketten.
Fehlende politische Haltung: Zverev äußere sich überhaupt nicht zum Krieg in der Ukraine, was gesellschaftlich "nicht so gut ankomme".
Publikums-Rückhalt: Bei den letzten drei Grand-Slam-Finals seien die Zuschauer laut Becker überwiegend für Zverevs Gegner gewesen.
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Zverev will nicht auf Instagram posten
Den Vorwurf der fehlenden politischen Positionierung wies Zverev entschieden zurück: "Ich fand komisch, dass er der Meinung ist, dass ich mich politisch äußern sollte. Mich hat nie jemand danach gefragt. Ich werde nicht auf Instagram gehen und da irgendwelche Kommentare abgeben. Das bin ich nicht, das habe ich noch nie gemacht."