US-Open:
Zverev schnappt sich Becker-Rekord
Am morgigen Freitag wartet Karen Khachanov: Den Russen hat Zverev 2021 im Olympiafinale von Tokio geschlagen. Im anderen Halbfinale knallen die Amerikaner Ben Shelton und Frances Tiafoe aufeinander. Shelton hat zuvor Titelverteidiger Carlos Alcaraz in einem Match bis 3.34 Uhr morgens rausgeworfen.
Zverev hat sich das bis halb vier angesehen - und nun trotzdem gewonnen.
Beckers Rekord eingestellt
Der Start ins Turnier war hart: zwei Fünfsatz-Schlachten, mehr als viereinhalb Stunden pro Match. Seither drei Siege in Folge ohne Satzverlust. 31 Aufschläge hintereinander gehalten. 16 Stunden und 40 Minuten auf dem Platz – so viel Court-Zeit wie kein anderer Mann auf dem Weg ins US-Open-Halbfinale seit Beginn der Zeitmessung 1991. "Bei anderen Turnieren fliege ich in Runde eins raus. Hier kann ich fünf Sätze kämpfen", sagt Zverev. Er will weiter, das Halbfinale reicht ihm nicht.
Mit dem Sieg knackt der French-Open-Sieger einen deutschen Rekord: 23 Grand-Slam-Matchgewinne in einem Kalenderjahr – das schaffte vor ihm kein DTB-Profi. Boris Becker kam 1989, dem Jahr seines US-Open-Titels, auf 22.
Zverev ist zudem der einzige Spieler – Herren wie Damen –, der 2026 in allen vier Major-Halbfinals stand.
Van de Zandschulp kam nach einem Fünfstunden-Krimi ins Viertelfinale. Gegen Zverev war nach dem zweiten Satz die Luft raus - auch ein 34-Ball-Wechsel ging an den Deutschen.