Klinik als Rettung

Zwangsstörung: Schwere Beichte von Ludowig-Tochter

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Während ihre ältere Schwester Nele bereits erste Schritte im Rampenlicht feiert, hielt sich Nika Röffen bislang weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Nun teilt die Tochter von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig eine zutiefst persönliche und bewegende Beichte mit ihren zahlreichen Followern auf TikTok.
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In einem emotionalen und mutigen Video spricht Nika Röffen offen wie nie zuvor über ihre psychische Erkrankung, die sie über viele Jahre hinweg schwer belastet hat. "Es ist das Schlimmste, was mir jemals passiert ist", gesteht die junge Frau sichtlich bewegt vor der Kamera. Besonders quälend sei für sie das sogenannte magische Denken gewesen.

Dabei handelt es sich um eine Form der Zwangsstörung, bei der Betroffene fälschlicherweise glauben, durch bestimmte Handlungen oder Rituale Unglücke verhindern zu können. Nika fühlte sich gezwungen, alltägliche Dinge unzählige Male zu wiederholen, weil sie die panische Angst quälte, dass ansonsten geliebten Menschen aus ihrem Umfeld etwas Schreckliches zustoßen könnte. Manchmal habe sie ein und dieselbe Handlung bis zu 200 Mal wiederholen müssen, um die quälenden Gedanken in ihrem Kopf zumindest kurzfristig zu beruhigen.

Wie die Krankheit den Alltag komplett bestimmte

In der schwersten Phase ihrer Erkrankung hatte die Zwangsstörung Nika Röffens gesamten Tagesablauf fest im Griff. Die einfachsten Verrichtungen des täglichen Lebens wurden für die Tochter der berühmten Moderatorin zu schier unüberwindbaren Hürden. Manchmal habe sie drei oder vier Stunden lang gebraucht, um überhaupt etwas essen zu können oder sich im Haus fortzubewegen.

Die Belastung war zeitweise so extrem, dass sie es an manchen Tagen nicht einmal mehr die Treppe hinauf in ihr Zimmer schaffte und deshalb erschöpft direkt auf den Stufen schlafen musste. Die ersten Anzeichen dieser psychischen Probleme begleiteten sie nach eigenen Angaben bereits seit ihrer frühen Jugendzeit. Besonders dramatisch verschlechterte sich ihr Zustand jedoch vor einigen Jahren, als sie für ihr Studium nach Düsseldorf zog und plötzlich ganz auf sich allein gestellt war.

Der rettende Schritt in eine Spezialklinik

Als die Zwänge immer mehr Raum einnahmen und ihr Leben unerträglich machten, zog Nika Röffen die Notbremse. Sie traf die mutige Entscheidung, ihr Studium vorübergehend zu unterbrechen und sich für ein ganzes Jahr in professionelle klinische Behandlung zu begeben. Heute blickt sie mit unendlicher Dankbarkeit auf diesen einschneidenden Schritt zurück und betont, wie lebensrettend diese Auszeit für sie war.

In der Klinik lernte sie auch ihre Therapeutin kennen, die sie bis heute auf ihrem Weg der Besserung eng begleitet und unterstützt. Seit kurzem studiert Nika an der renommierten "Akademie Mode und Design" in Berlin und blickt voller Optimismus in die Zukunft. Auch wenn die Erkrankung nicht vollkommen verschwunden ist, hat sie gelernt, effektiv mit den Zwängen umzugehen und sich im Alltag nicht mehr hilflos ausgeliefert zu fühlen.

Die wichtigsten Stationen ihres Weges im Überblick

Auf ihrem Weg zurück in ein geregeltes Leben musste Nika schwere Hürden überwinden:

Der Beginn der Erkrankung: Erste psychische Probleme traten bereits in ihrer frühen Jugend auf.

Die schwerste Phase: Das quälende "magische Denken" bestimmte stundenlang ihren Alltag und führte zu extremen Erschöpfungszuständen.

Der Wendepunkt: Ein einjähriger Aufenthalt in einer Spezialklinik rettete ihr nach eigenen Angaben das Leben.

Der Neustart: Studium der Mode und des Designs in Berlin sowie die erfolgreiche Rückkehr vor die Kamera als Model.

Ein starkes Signal für andere Betroffene

Mit ihrer enormen Offenheit auf TikTok möchte die Tochter von Frauke Ludowig vor allem ein starkes Signal der Hoffnung senden und das gesellschaftliche Stigma rund um psychische Erkrankungen brechen. Nika Röffen will anderen Betroffenen zeigen, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein auf der Welt sind.

Ihr eindringlicher und emotionaler Appell an ihre wachsende Community lautet daher, sich im Ernstfall nicht zu schämen, sondern rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Visite beim Therapeuten könne das gesamte Leben verändern, so die mutige Studentin. Heute kann sie wieder reisen, studiert mit Freude und arbeitet erfolgreich als Model – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass es einen Ausweg aus dem dunklen Kreislauf der Zwänge gibt.