Facelift fürs Flaggschiff

Lamborghini schärft den Aventador nach

19.12.2016

Italiener bringen überarbeitete Version ihres Top-Modells in den Handel.

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© Lamborghini
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Lamborghini überarbeitet sein aktuelles Top-Modell und verpasst ihm auch noch gleich einen Namenszusatz. Der „neue“ Aventador S zeichnet sich laut seinen Entwicklern aus durch ein modifiziertes aerodynamisches Design, überarbeitete Radaufhängungen, mehr Leistung und verbesserte Fahrdynamik. Das „S“ wurde als Zusatz bereits in der Vergangenheit bei optimierten Modellen der italienischen Sportwagenmarke verwendet.

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Performance

Das Aventador S Chassis verwendet weiterhin das extrem steife und leichte Carbonfaser-Monocoque des Aventador, das mit angebautem Aluminiumrahmen ein Trockengewicht von 1.575 kg aufweist  (Leistungsgewicht von 2,13 kg/PS). Der 6,5-Liter-12-Zylinder-Saugmotor bietet zusätzliche 40 PS gegenüber dem Vorgänger und kommt fast auf das Niveau des Superveloce . Mit 740 PS einem maximalen Drehmoment von 690 Nm, katapultiert sich der allradgetriebene Stier in 2,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit  beträgt 350 km/h. Die Steigerung der Leistung wurde durch eine Optimierung der variablen Ventilsteuerung (VVT) sowie des variablen Ansaugsystems (VIS) erreicht. Die Kraftübertragung an alle vier Räder erfolgt durch das 7-Gang- ISR-Getriebe (Independent Shifting Rod), das die Schaltvorgänge nun in 50 Millisekunden abwickelt.

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Optik

Das modifizierte Design des Aventador S soll sich vor allem auf das Handling positiv auswirken. Eine aggressivere Front zusammen mit einem längeren Frontsplitter leiten den Luftstrom zu den Kühlern. Gegenüber der ersten Generation wurde der Abtrieb an der Vorderachse um mehr als 130 Prozent verbessert. Der aktive Heckflügel nimmt je nach Geschwindigkeit und gewähltem Fahrmodus drei verschiedene Stellungen an und optimiert zusätzlich die Gesamtbalance des Fahrzeugs. Das brachiale Heck wird durch einen schwarzen Diffusor, der auf Wunsch auch in Carbon erhältlich ist, dominiert. Die drei in den Stoßfänger integrierten einzelnen Abgasendrohre dürften einmal mehr für einen infernalischen Sound sorgen.

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Fahrdynamik

Beim Aventador S kann der Fahrer zwischen vier verschiedenen Fahrmodi wählen: STRADA, SPORT, CORSA und dem neuen EGO Mode, welche das Verhalten des Antriebs (Motor, Getriebe, Allrad), der Lenkung und der Aufhängung (LMS) beeinflussen. STRADA eignet sich für den Alltagseinsatz, falls es diesen überhaupt gibt. SPORT soll wiederum das Gefühl eines Heckantriebs vermitteln, und bei CORSA schärft der Top-Lambo seine Krallen für Höchstleistungen auf der Rennstrecke. Der neue EGO-Modus bietet Einstellungsprofile, die individuell durch den Fahrer angepasst werden können, mit seinen bevorzugten Kriterien für Antrieb, Lenkung und Aufhängung aus den Einstellungen STRADA, SPORT und CORSA. Der Aventador S steht auf einem neuen, speziell entwickelten Satz Pirelli P Zero Reifen. Carbon-Keramik-Bremsen sind beim Top-Modell natürlich Standardausrüstung. Die belüfteten und gelochten Scheiben sollen die Bremsleistung von 100 km/h bis zum Stillstand auf nur 31 Meter verbessern. Da fühlt sich dann eine Vollbremsung in etwa so an, als würde jemand einen tonnenschweren Anker aus dem Seitenfenster werfen.

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Innenraum

Das Cockpit des Aventador S verfügt über eine neue digitale TFT-Instrumententafel, die entsprechend der Vorlieben des Fahrers angepasst werden kann. Nach Auswahl der Fahrmodi-Optionen auf dem Bedienfeld zeigt die EGO-Taste weitere Optionen auf den digitalen Pop-Up-Anzeigen, mit denen der Fahrer seine bevorzugten Einstellungen wählen kann.  Mit dem serienmäßigen Apple CarPlay springt nun auch der Aventador auf den Vernetzungszug auf. So können die Fahrer ihre iPhones per Sprache bedienen und ins Bordsystem integrieren.

Noch mehr Infos über Lamborghini finden Sie in unserem Marken-Channel.

Verfügbarkeit und Preis

Die ersten Kunden können ihren Aventador S laut Lamoborghini im Frühjahr  2017 in Empfang nehmen. Davor müssen sie jedoch tief in die Tasche greifen: In Europa beträgt der Preis 281.555 Euro (ohne Steuern). In Österreich werden somit dank NoVA, CO2-Abgabe und Co. exakt 435.300 Euro fällig. Da freut sich der Finanzminister über jedes verkaufte Exemplar.

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